Plattform für additive Fertigung 3D-Druck – Neue Plattform stärkt Vision eines globalen Marktes für additive Fertigung

Redakteur: Susanne Reinshagen

Die digitale Plattform von Siemens für die Teilefertigung verbindet Teilnehmer weltweit und ermöglicht so den Zugriff auf globales Know-how für Konstruktion, Produktentwicklung und 3D-Druck.

Siemens erhofft sich mit der Plattform, dass weitere solche Innovationen wie die im Bild gezeigte 3D-gedruckte Gasturbinen­schaufel «SGT400 Stage 1 Turbine Blade» möglich werden, wenn alle auf das Know-how und die On-demand-­Fertigungskapa­zitäten im Bereich der additiven Fertigung und auf die letzten Innovationen zugreifen können.
Siemens erhofft sich mit der Plattform, dass weitere solche Innovationen wie die im Bild gezeigte 3D-gedruckte Gasturbinen­schaufel «SGT400 Stage 1 Turbine Blade» möglich werden, wenn alle auf das Know-how und die On-demand-­Fertigungskapa­zitäten im Bereich der additiven Fertigung und auf die letzten Innovationen zugreifen können.
(Bild: Siemens)

Die Vision von Siemens ist es, das branchenweit umfassendste Portfolio an Produkten und Services für die weltweite additive Fertigung anzubieten. Im Rahmen dieser Strategie hat das Unternehmen Pläne für eine neue Online-Kollaborationsplattform vorgestellt, die eine weltweite Zusammenarbeit für die Fertigungsindustrie ermöglicht. Ziel ist es, einer globalen Fertigungsindustrie Ondemand-Produktkonstruktion und 3D-Druck-Produktion leichter zugänglich zu machen.

Die Plattform für die Teilefertigung wurde vom Siemens Geschäftsbereich für Product Lifecycle Management (PLM) Software entwickelt und auf der Hannover Messe 2017 vorgestellt.

Dort produzieren lassen, wo das Produkt gebraucht wird

Sie stellt eine ideale Umgebung dar für die Vernetzung von Teilnehmern einer weltweiten Fertigungs-Industrie und ermöglicht es, die Nutzung von Ressourcen zu maximieren, den Zugriff auf Know-how für die additive Fertigung zu vereinfachen und neue Geschäftsmodelle zu generieren. Zum Beispiel würden sich Einkäufer von Produkten auf der Plattform mit Anbietern sogenannter Micro Factories verbinden, die 3D-Teile on demand weltweit drucken, und zwar genau dort, wo sie gebraucht werden. Darüber hinaus unterstützt die Plattform die globale Zusammenarbeit zur Optimierung von Co-Innovation-Prozessen. Dies wiederum beschleunigt die Einführung von 3D-Druck als gängige Produktionsmethode für die industrielle Nutzung.

«Wird Geschäftsmöglichkeiten auf allen Seiten eröffnen»

«Siemens adressiert als eines von wenigen Unternehmen die vielfältigen Bedürfnisse aller Beteiligten des additiven Fertigungsprozesses — von Konstrukteuren und Produktentwicklern bis zu der Produktion, den Herstellern von 3D-Druckern, Materiallieferanten und Software-Anbietern — mit einem umfassenden Angebot an nahtlosen Technologielösungen für dezentralisierte, industrielle additive Fertigung und Co-­Innovation», so Tony Hemmelgarn, President and Chief Executive Officer, Siemens PLM Software. «Die heutige Ankündigung unterstützt diesen Anspruch. Die Plattform wird Menschen, Technologie, Ausrüstung und Know-how miteinander vernetzen und Geschäftsmöglichkeiten auf allen Seiten eröffnen.»

Online-Ökosystem von hoch qualifizierten Teilnehmern

Die Plattform für die Teilefertigung ist die Antwort von Siemens auf den wachsenden Bedarf, weltweit auf Know-how und On-­demand-Fertigungskapazitäten im Bereich der additiven Fertigung und auf die letzten Innovationen zugreifen zu können. Sie bildet ein Online-Ökosystem von hoch qualifizierten Teilnehmern unterschiedlichster Bereiche, darunter Produktentwickler, Auftragsfertiger, Einkäufer, Hersteller von 3D-Druckern, Materiallieferanten, Anbieter von speziellen Dienstleistungen im additiven Umfeld, Kleinunternehmer und viele mehr. Teilnehmer können sich unmittelbar mit anderen vernetzen, um Co-Innovation-Prozesse für ihre Produkte zu optimieren und dabei die neuesten Software-Tools für die additive Fertigung zu nutzen.

Nutzung additiver Fertigung auf neues Level heben

So könnte zum Beispiel ein globales Expertennetzwerk aufgebaut werden, in dem alle Teilnehmer den gleichen Zugriff auf Technologie haben und das zur Konstruktion und Entwicklung eines neu gestalteten Produkts für die additive Fertigung beiträgt. Einkäufer von Teilen könnten die Plattform nutzen, um schnell qualifizierte Dienstleistungen zu finden, die Arbeitsvorbereitung zu verbessern und die Zeit zu reduzieren, die vergeht, bis die gewünschten Produktionsmengen am benötigten Standort eintreffen.

Gleichzeitig sind Fertigungsdienstleister in der Lage, eine Pipeline von Arbeitsaufträgen für Konstruktionen der nächsten Generation an Produkten zu entwickeln. So lässt sich die Maschinenauslastung maximieren und lassen sich Geschäftsmöglichkeiten ausbauen. Nicht zuletzt könnten OEMs von 3D-­Druckern Informationen über ihre neuesten Systeme, Technologien und Know-how mit allen Teilnehmern der Plattform austauschen.

Durch den Austausch von Informationen und praktischen Kenntnissen haben Teilnehmer die Möglichkeit, ihre Produktivität in Konstruktion und Fertigung zu steigern, ihr Know-how zu erweitern, den Co-Innovation-Prozess zu optimieren und die Nutzung der additiven Fertigungstechnologien für die industrielle Anwendung auf ein neues Level zu heben.

Die neue digitale Plattform wird voraussichtlich Mitte 2018 starten. Interessenten sind eingeladen, Siemens PLM bezüglich eines frühen Zugangs zu kontaktieren.

(ID:47616023)