Prexcon 2026 Innovationsplattform für die Präzisionstechnik

Von Anne Richter 5 min Lesedauer

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Vom 3. bis 5. November 2026 wird in St. Gallen die erste Prexcon, Plattform für den Innovations- und Technologietransfer der Präzisionstechnik, stattfinden. Wir haben mit dem Messeleiter Manuel Zoller über die neue Fachveranstaltung in der Ostschweiz gesprochen, wie die Veranstaltung ausgerichtet ist und was Besucher und Aussteller erwarten können.

Manuel Zoller, Messeleiter der Prexcon: «Unser Ziel ist es, die prexcon als langfristige Innovationsplattform für die Präzisionstechnik zu etablieren und den Austausch zwischen Forschung und Industrie nachhaltig zu stärken.»(Bild:  Olma Messen)
Manuel Zoller, Messeleiter der Prexcon: «Unser Ziel ist es, die prexcon als langfristige Innovationsplattform für die Präzisionstechnik zu etablieren und den Austausch zwischen Forschung und Industrie nachhaltig zu stärken.»
(Bild: Olma Messen)

at - aktuelle technik: Die Olma Messen sind in der Schweiz vor allem für die Olma, Messe für Landwirtschaft und Ernährung, bekannt. Die Prexcon fokussiert auf die Präzisionsindustrie. Was war der Auslöser dafür?

Manuel Zoller: Die Prexcon ist aus der strategischen Weiterentwicklung der Olma Messen entstanden. Mit einem breiten Portfolio aus Messen, Kongressen und Events – mit rund 120 Veranstaltungen pro Jahr – setzen wir auf unterschiedliche Formate: von Publikumsmessen wie der Olma oder OFFA bis hin zu Fachveranstaltungen wie der Gastia und Tier&Technik. Mit der Prexcon schaffen wir nun gemeinsam mit der Branche eine zentrale Plattform für die Präzisionstechnik und stärken damit die Innovationskraft sowie die internationale Sichtbarkeit des High-Tech-Standorts Ostschweiz.

Im November 2026 feiert die Prexcon Premiere. Was wird die Besucher erwarten?

M. Zoller: Die Besucherinnen und Besucher erwartet mit der Prexcon eine neue Fachveranstaltung für Innovations- und Technologietransfer in der High-Tech-Industrie mit Fokus auf die Präzisionstechnik. Das Format verbindet Fachkongress und Fachausstellung und schafft mit interaktiven Sessions, Workshops, Guided Tours und Networking-Möglichkeiten eine Plattform, auf der Wissen, praxisnahe Anwendungen und persönliche Vernetzung gezielt zusammengeführt werden.

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Wie sieht Ihre Erwartungshaltung an die Prexcon aus?

M. Zoller: Unser Ziel ist es, die Prexcon als langfristige Innovationsplattform für die Präzisionstechnik zu etablieren und den Austausch zwischen Forschung und Industrie nachhaltig zu stärken. Gleichzeitig möchten wir die Ostschweiz als führenden High-Tech-Standort weiter profilieren, neue Kooperationen ermöglichen und die internationale Sichtbarkeit der Unternehmen in der Region erhöhen.

Die Prexcon positioniert sich am Anfang der industriellen Wertschöpfungskette. Welche Branchen wollen Sie besonders ansprechen?

M. Zoller: Die Prexcon richtet sich insbesondere an Branchen wie Optik, Photonik, Maschinenbau, Medizintechnik, Mikrotechnik, Elektronik, Automatisierungstechnik, Digitalisierung sowie die Luft- und Raumfahrt. Im Fokus stehen Unternehmen und Fachkräfte aus jenen Bereichen, in denen neue Technologien und Innovationen entwickelt und später in marktfähige Anwendungen überführt werden.

Welche Themen stehen im Fokus der diesjährigen Prexcon?

M. Zoller: Im Fokus der diesjährigen Prexcon stehen sechs zentrale Schwerpunktthemen: «Optik, Photonik & Elektronik», «Präzisionsfertigung & Messtechnik», «Produktionsmanagement», «digitale Transformation und Künstliche Intelligenz», «Innovation, Business & Wachstum» sowie «industrielle additive Fertigung». Diese Themen werden in insgesamt elf Sessions aus unterschiedlichen Perspektiven vertieft und gemeinsam mit Fachpersonen aus Forschung und Industrie diskutiert.

Wie sieht die Besucherzielgruppe der Prexcon aus?

M. Zoller: Die Prexcon richtet sich an Fach- und Führungskräfte der High-Tech-Industrie, insbesondere an Entwickler:innen, Ingenieur:innen, Business Developer:innen sowie Entscheider:innen aus Industrie und Wirtschaft. Gleichzeitig bietet die Plattform auch Forschungs- und Bildungsinstitutionen, Startups und Innovationszentren die Möglichkeit, sich zu vernetzen, Wissen auszutauschen und neue Kooperationen anzustossen.

Welche speziellen Formate sind für die Prexcon geplant?

M. Zoller: Geplant sind halbtägige Sessions innerhalb der sechs Schwerpunktthemen, in denen aktuelle Technologien und Herausforderungen aus unterschiedlichen Perspektiven behandelt werden. Jede Session besteht aus Workshops oder Diskussionsrunden im Fachkongress (Content Hub), gefolgt von Guided Tours durch die Fachausstellung (Marktplatz) und Networking-Möglichkeiten. Ergänzt wird das Format durch den Digitalen Layer, der den Zugang zu Inhalten und Kontakten während 365 Tagen ermöglicht.

Der Content Hub wird wissenschaftlich von der OST – Ostschweizer Fachhochschule begleitet. Wie sieht diese Zusammenarbeit konkret aus?

M. Zoller: Die OST – Ostschweizer Fachhochschule begleitet den Content Hub wissenschaftlich und gestaltet die Inhalte aktiv mit. Gemeinsam werden Workshops, Diskussionsrunden und weitere Formate innerhalb der Sessions entwickelt, die aktuelle Fragestellungen aus Forschung und Industrie aufgreifen. Als Hauptpartnerin arbeitet die OST zudem mit weiteren Forschungs- und Industriepartner:innen wie beispielsweise CSEM oder Rhysearch zusammen, um den Wissens- und Technologietransfer gezielt zu stärken.

Die Ostschweiz hat einen starken industriellen Mittelstand mit Nischenspezialisten – etwa in der Medizintechnik, Optik oder Elektronik. Inwiefern spiegelt sich dieses regionale Ökosystem in der Messekonzeption wider?

M. Zoller: Die Ostschweiz verfügt über ein aussergewöhnlich starkes Netzwerk aus spezialisierten Unternehmen sowie Forschungs- und Bildungsinstitutionen, die sehr praxis- und innovationsnah zusammenarbeiten. Genau dieses regionale Ökosystem bildet die Grundlage der Prexcon. Wir bringen Forschung, Industrie und Entwicklung an einem Ort zusammen, um den Austausch zu fördern und neue Lösungen schneller in die industrielle Anwendung zu bringen. Dadurch entsteht ein praxisnahes Format, das den Innovations- und Technologietransfer in der Präzisionstechnik gezielt stärkt.

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Die Prexcon wird in der Vierländerregion Deutschland, Österreich, Schweiz und Liechtenstein stattfinden. Wie wichtig ist die Ausstrahlung in die gesamte Region für den Erfolg?

M. Zoller: Die Ausstrahlung in die gesamte Vierländerregion ist für die Positionierung der Prexcon zentral. Die Region rund um die Ostschweiz zählt zu den stärksten High-Tech-Standorten Europas und bietet grosses Potenzial für internationale Vernetzung, neue Kooperationen, Innovation und grenzüberschreitendes Wissen. Gleichzeitig schafft die Prexcon Zugang zu Fachkräften, Unternehmen und Forschungsinstitutionen aus dem gesamten D-A-CH-LI-Raum.

Das Wetzlar Network organisiert einen Gemeinschaftsstand für inter- nationale Aussteller. Wie wichtig ist diese Internationalisierung für die Prexcon?

M. Zoller: Die Internationalisierung ist für die Prexcon sehr wichtig. Internationale Partner:innen sowie Ausstellende bringen neue Perspektiven und eröffnen den Zugang zu zusätzlichen Märkten und Netzwerken. Gleichzeitig positioniert sich St.Gallen damit als international vernetzter Standort für Präzisionstechnik und gewinnt weiter an Attraktivität.

Die Prexcon möchte auch Tech-Start-ups und Industrieleader zusammenbringen. Wie schaffen Sie es, diese beiden Welten – agile Start-ups und etablierte Konzerne – zu verbinden?

M. Zoller: Die Prexcon schafft bewusst Formate, in denen Startups und etablierte Unternehmen direkt miteinander in Kontakt kommen. Im Startup-Park können junge Technologieunternehmen ihre Kernkompetenzen präsentieren und sich mit Forschung, Industrie und potenziellen Partner:innen vernetzen.

Gleichzeitig bieten die Sessions die Möglichkeit für niederschwellige Begegnungen und neue Kooperationen.

Gibt es konkrete Messe-Formate, die das Ziel haben, den Technologietransfer von der Forschung in die Fabrik zu beschleunigen?

M. Zoller: Genau aus diesem Grund wurde die Prexcon gemeinsam mit der ostschweizerischen High-Tech-Industrie entwickelt. Einzelne Formate wie Fachkongresse oder Fachausstellungen gibt es bereits.

Die Prexcon verbindet diese mit den drei Säulen Content Hub, Marktplatz und Digitaler Layer jedoch in einer neuen Konstellation, die den Technologie- und Wissenstransfer gezielt näher an die industrielle Praxis bringt. Damit entsteht ein Ort, der Forschung, Entwicklung und Produktion deutlich enger miteinander verknüpft.

Was wird Ihr persönliches Highlight der Messe sein?

M. Zoller: Mein persönliches Highlight werden die Momente sein, in denen ich strahlende Gesichter während und nach der Veranstaltung sehe. Dann weiss ich, dass wir auf dem richtigen Weg sind, die Prexcon als echten «Place to be» für die Industrie zu etablieren. Aus eigener Erfahrung als Entwicklungsingenieur, Projektleiter und Produktmanager in der High-Tech-Industrie weiss ich, wie wertvoll eine Plattform ist, auf der Innovationen, Wissen, Technologien und die richtigen Ansprechpartner zusammenkommen.

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