Self-Driving Labs von Atinary Autonome Forschung: agentische KI-Plattform beschleunigt Forschung

Von Anne Richter 2 min Lesedauer

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Die Self-Driving-Labs Plattform des Schweizer Startup Atinary beschleunigt Forschung und Entwicklung um ein Vielfaches. Die agentische KI-Plattform ist auf AWS Cloud aufgebaut. Eingesetzt wird SDLabs 2.0 am SwissCAT+ und Synthese-Labor der ETH Zürich am Campus Hönggerberg.

Atinary Mitgründer Loïc Roch im SwissCAT+ Labor der ETH Zürich.(Bild:  Anne Richter, VCS)
Atinary Mitgründer Loïc Roch im SwissCAT+ Labor der ETH Zürich.
(Bild: Anne Richter, VCS)

Der Weg zu neuen Medikamenten oder Materialien ist traditionell langwierig und teuer. Das Schweizer Start-up Atinary mit Sitz in Lausanne hat mit agentischen KI-Plattform SDLabs 2.0 ein auf AWS aufgebautes Closed-Loop-System geschaffen, das Experimente nicht nur simuliert, sondern physisch steuert und autonom aus den Ergebnissen lernt. Die Self-Driving-Labs Plattform erlaubt es, in einer einzigen Woche mehr Experimente durchzuführen als ein klassischer Doktorand in fünf Jahren schaffen würde, denn die Atinary-Technologie bringt die KI direkt in die physische Laborumgebung. Damit entfallen langwierige Trial-and-Error-Prozesse. Die Atinary SDLab-Plattform ist ein agentisches System und auf AWS Cloud von Amazon Web Services (AWS) aufgebaut.

Am 23. Juni hat Atinary zusammen mit Amazon Web Services (AWS) an die ETH Zürich Campus Hönggerberg eingeladen. Die Atinary Plattform SDLabs 2.0 wird dort am SwissCAT+ und Synthese-Labor eingesetzt. Atinary Mitgründer Loïc Roch hat den vollständigen Self-Driving Labs Zyklus vorgestellt und demonstriert, wie KI die Wissenschaft grundlegend verändern kann. Paco Laveille, Managing Director der Laboratorien SwissCAT+ East, ETH Zürich hat die praktische Umsetzung an der ETH präsentiert. Der Self-Driving-Lab-Zyklus beginnt mit dem Entwurf der Experimente durch KI. Danach bereiten die Roboter die Materialien vor und testen diese anschliessend unter industriellen Bedingungen. Zum Schluss analysiert die KI die Ergebnisse, um über die nächsten Schritte zu entscheiden.

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Self-Driving Labs-Zyklus im Detail

  • Wie KI entwirft das nächste Experiment: Die SDLabs-Software ist das Gehirn hinter dem autonomen Labor. SDLabs wird vollständig in der AWS Cloud gehostet; das konversationelle KI-Interface basiert auf Amazon Bedrock. Die Software schlägt Versuchsbedingungen vor, die dann auf die Roboterplattformen hochgeladen werden.
  • Roboter bereiten neue Materialien vor: im ETHZ / SwissCAT+, Synthese-Labor gibt es Roboterplattformen zur automatisierten Herstellung von Katalysatoren und Materialbibliotheken zum Handling von Flüssigkeiten/Feststoffen, zur Probenvorbereitung und für die Formulierung). Atinary spricht von einer hochpräzisen Roboter-Küche für die Chemie.
  • Roboter testen, ob Katalysatoren funktionieren: Auch dieser Teil des Self-Driving Labs-Zyklus findet direkt in den Laboratorien statt. Dazu gehören an der ETHZ automatisierte Festbettreaktorsysteme, die die Leistung von Katalysatoren unter realen Bedingungen testen (bis zu 500 °C, 80 bar Druck). Ein Online-Gaschromatograph (GC) misst kontinuierlich die Ergebnisse, die rund um die Uhr ohne menschliches Eingreifen direkt zurück in die KI fliessen.
  • Die KI lernt und entscheidet über den nächsten Schritt: Die Ergebnisse werden in SDLabs analysiert und visualisiert. Die agentische Schnittstelle in SDLabs 2.0 nutzt Amazon Bedrock mit Anthropic’s Claude, um die Datenanalyse und Entscheidungsfindung für zukünftige Experimente zu unterstützen.

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