Erstes Halbjahr 2021 MEM-Industrie: deutliche Verbesserung der Geschäftslage

Redakteur: Silvano Böni

Die Lage für das Gros der Unternehmen der Schweizer Maschinen-, Elektro- und Metall-Industrie (MEM-Industrie) hat sich im ersten Halbjahr 2021 deutlich verbessert. So stiegen die Auftragseingänge gegenüber dem Vorjahressemester um 24,4 Prozent, die Umsätze um 9,3 Prozent und die Exporte um 15,6 Prozent.

Firmen zum Thema

Umsatzentwicklung der MEM-Industrie.
Umsatzentwicklung der MEM-Industrie.
(Bild: Swissmem)

Im ersten Halbjahr 2021 nahmen die Auftragseingänge in der Schweizer Maschinen-, Elektro- und Metall-Industrie (MEM-Industrie) gegenüber der Vorjahresperiode um 24,4 Prozent zu. Ein ähnliches Bild zeigt sich bei den Umsätzen. Diese stiegen gegenüber dem ersten Halbjahr 2020 um 9,3 Prozent, womit sie nur noch knapp unter dem Vorkrisenniveau liegen. KMU und Grossfirmen profitierten in gleichem Masse von diesem kräftigen Aufschwung. Ins Auge stechen im Vergleich zur Vorjahresperiode vor allem die Zuwächse im zweiten Quartal 2021 (Aufträge: +50,6% / Umsätze: +20,2%). Dahinter verbirgt sich allerdings auch ein ausgeprägter Basiseffekt, da das zweite Quartal 2020 wegen dem fast weltweiten Lockdown sehr schwach ausgefallen war.

Der Aufschwung wirkt sich auch auf die Kapazitätsauslastung in den Betrieben aus. Diese betrug im zweiten Quartal 2021 85,6 Prozent. Gemäss der jüngsten KOF-Umfrage erreichte sie im Juli 87,2 Prozent, womit sie über dem langjährigen Mittelwert von 86,1 Prozent lag. Bei der Beschäftigung liegen noch keine Halbjahreszahlen vor. Im ersten Quartal 2021 arbeiteten 313 500 Personen in der MEM-Branche. Swissmem geht davon aus, dass sich die Anzahl Mitarbeiter aufgrund der positiven Geschäftsentwicklung in den nächsten Monaten erhöhen wird.

Die Güterausfuhren der MEM-Industrie erreichten im ersten Halbjahr 2021 einen Wert von 33,4 Milliarden Franken. Dieser Wert liegt um 15,6 Prozent höher als in der Vorjahresperiode. Die MEM-Branche hat dabei in alle Hauptmärkte mehr exportiert (EU +21% / USA +12,1% / Asien +8,4%). Sämtliche Warengruppen profitierten vom Aufschwung.

(ID:47602211)