Sensorik – Die Umfrage

Redakteur: Andreas Leu

Die at – Aktuelle Technik hat vier Protagonisten der Messtechnik-Branche zu den aktuellen Trends, zu ihrem Portfolio, zu Industrie 4.0 sowie zur Konkurrenzfähigkeit der heimischen Industrie befragt.

Firmen zum Thema

Die at-Aktuelle Technik hat bei vier Protagonisten der Messtechnik-Branche zu den aktuellen Trends eine Kurzumfrage gemachgt.
Die at-Aktuelle Technik hat bei vier Protagonisten der Messtechnik-Branche zu den aktuellen Trends eine Kurzumfrage gemachgt.
(Bild: AT)

Pilz Industrieelektronik GmbH

Anzahl Mitarbeiter Schweiz: 17 weltweit >2050
Firmen-Slogan: spirit of safety

Claudia Herrmann, Pilz Industrieelekrtonik GmbH
Claudia Herrmann, Pilz Industrieelekrtonik GmbH
(Bild: Pilz Industrieelektronik GmbH)

Claudia Herrmann, was sind die gegenwärtigen Trends in der Sensor-Technik?

– Plug & play
– Klein, kompakt
– Intelligente Sensorik
– Reihenschaltungstaugliche Sensoren
– Manipulationssicher–
Integrierte Diagnose-Anzeige
– Industrie-4.0-tauglich (vernetzbar, Smart Factory)

Welches Ihrer Produkte gehört in diese (Trend-)Kategorie bzw. enthält die in Ihrer ersten Antwort bespro­chenen Features/Technologien?

SDD Safety Device Diagnostic: Das SDD bietet eine einfache und umfangreiche Diagnose von Sicherheitsgeräten. Die Melde-I/O der Sicherheitsgeräte wie PSENcode werden in ihrer Funktion erweitert. Es werden Status-Informationen abgefragt, Konfigurations-Parameter gelesen und Aktionen ausgeführt.

Wie sehr profitiert die Sensortechnik von der fortschreitenden Entwicklung hin zu Industrie 4.0?

Die Sensoren werden intelligenter und vernetzbarer.

Wie beurteilen Sie den Bedarf auf dem Schweizer Markt bzw. generell die Zukunftsfähigkeit der Schweizer Industrie?

Die Weltwirtschaftssituation und der starke Schweizer Franken stellen die Schweizer Unternehmen immer noch vor schwierige Herausforderungen. Dies ist beispielsweise in der Maschinenbaubranche stark spürbar. Der Wettbewerbsdruck steigt stetig, und bei funktionaler Sicherheit von Maschinen wird oft noch auf konventionelle Sicherheitskonzepte zurückgegriffen, während teurere und innovative Sensorik oft nur aus Kostengründen vermieden wird. Im Bereich Automation und Robotik ist ein Aufwärtstrend zu beobachten, während das Thema Industrie 4.0 in der Schweiz noch nicht so richtig Fuss gefasst hat.

pilz.ch

Balluff GmbH

Anzahl Mitarbeiter weltweit: 3300
Firmen-Slogan: innovating automation

Philipp Echteler, Balluff GmbH
Philipp Echteler, Balluff GmbH
(Bild: Balluff GmbH)

Philipp Echteler, was sind die gegenwärtigen Trends in der Sensor-Technik?

Smarte Sensoren, die mehrere Senso-Prinzipien vereinen und auch noch Teilaufgaben der Steuerungen übernehmen können. Typische Beispiele sind das Erkennen von Konturen oder auch Zählaufgaben. Immer mehr Sensoren werden mit I/O-Link ausgestattet. Dieser offene, Hersteller- und Feldbusunabhängige Standard ermöglicht die direkte Anbindung dieser Datenlieferanten mittels Gateway und ihre Integration in IT-Systeme für IoT.

Welches Ihrer Produkte gehört in diese (Trend-)Kategorie bzw. enthält die in Ihrer ersten Antwort bespro­chenen Features/Technologien?

Lösungen mit I/O-Link sind in unserem gesamten Sensor-Portfolio zu finden. Darüber hinaus arbeiten wir an smarten Sensoren. Sie bieten vielfältige Einstell- und Diagnosemöglichkeiten, um diese optimal in Anlagen und Maschinen zu integrieren und auch exakt an die Prozessanforderungen anpassen zu können.

Wie sehr profitiert die Sensortechnik von der fortschreitenden Entwicklung hin zu Industrie 4.0?

Sehr stark, Sensoren werden immer wichtiger als Datenlieferanten für Big Data. Dies spiegelt sich auch in den Absatzzahlen wider. Zu beobachten ist dies nicht nur bei der Neuausrüstung von Maschinen und Anlagen, sondern auch bei älteren Anlagen. Hier werden häufig weitere Sensoren nachgerüstet, um mit zusätzlichen Daten die Prozesse besser steuern zu können.

Wie beurteilen Sie den Bedarf auf dem Schweizer Markt bzw. generell die Zukunftsfähigkeit der Schweizer Industrie?

Das Thema ist von globaler Bedeutung. Der Schweizer Markt macht da keine Ausnahme.

balluff.ch

ifm electronic ag

Anzahl Mitarbeiter Schweiz: 18
Firmen-Slogan: close to you

Peter Bader, ifm electronic AG
Peter Bader, ifm electronic AG
(Bild: ifm electronic AG)

Peter Bader, was sind die gegenwärtigen Trends in der Sensor-Technik?

Die Intelligenz der Sensoren wird sich weiterentwickeln. Ein wesentlicher Trend ist I/O-Link. Damit wird das volle Potenzial der Sensoren erschlossen. Sämtliche möglichen Prozesswerte und Sensordaten werden digital den Systemen zur Verfügung gestellt, was Industrie 4.0 so erst möglich macht.

Welches Ihrer Produkte gehört in diese (Trend-)Kategorie bzw. enthält die in Ihrer ersten Antwort bespro­chenen Features/Technologien?

Zukünftig wird in jedem neuen Sensor die Schnittstelle I/O-Link integriert sein. I/O-Link ist nicht nur für die höherwertigen Sensoren ideal. I/O-Link ist eine digitalisierte Analogschnittstelle, bei der sich viele neue Möglichkeiten bei der Auswertung ergeben.

Wie sehr profitiert die Sensortechnik von der fortschreitenden Entwicklung hin zu Industrie 4.0?

Mit der Industrie 4.0 wird die Sensortechnik intelligenter und adaptiver.

Wie beurteilen Sie den Bedarf auf dem Schweizer Markt bzw. generell die Zukunftsfähigkeit der Schweizer Industrie?

Der Schweizer Markt hat nach wie vor sein Potenzial mit der Digitalisierung, und mit den sehr gut ausgebildeten Fachkräften wird der Schweizer Markt diese industrielle Revolution vorantreiben und somit Chancen auf dem Markt haben.

ifm.com/ch

Pepperl + Fuchs AG

Anzahl Mitarbeiter Schweiz: 16
Firmen-Slogan: your automation, our passion

Markus Gmür, Markus Gmür
Markus Gmür, Markus Gmür
(Bild: Markus Gmür)

Markus Gmür, was sind die gegenwärtigen Trends in der Sensor-Technik?

Sensoren werden in der Industrie 4.0 und im Internet of Things als Informationslieferanten eine Schlüsselrolle spielen. Dabei wird sich der Fokus vom Produkt zu seiner Funktion und den von ihm gelieferten Daten verschieben.

Welches Ihrer Produkte gehört in diese (Trend-)Kategorie bzw. enthält die in Ihrer ersten Antwort besprochenen Features/Technologien?

Pepperl + Fuchs arbeitet in diesem Sinne an der Entwicklung von Prototypen mit entsprechender Intelligenz und Kommunikationsfähigkeit. Zu den aktuellen Projekten gehört eine Nachschaltbox für RFID-Geräte, die unter Nutzung des OPC-UA-Protokolls eine durchgängige Datenverbindung zwischen Feldgeräten und ERP-Systemen herstellen können.

Wie sehr profitiert die Sensortechnik von der fortschreitenden Entwicklung hin zu Industrie 4.0?

Unter dem Begriff Sensorik 4.0 stellt Pepperl + Fuchs eine neue Generation von Sensoren vor, die dank einer Reihe von Eigenschaften für den Einsatz in Industrie 4.0 geeignet sind. Dabei stehen Intelligenz, Identität und Kommunikation im Mittelpunkt.

Wie beurteilen Sie den Bedarf auf dem Schweizer Markt bzw. generell die Zukunftsfähigkeit der Schweizer Industrie?

Der Bedarf an neuen Technologien muss gegeben sein. Nur so hat die Schweizer Industrie eine Zukunft. Wir als Sensorikhersteller müssen unseren Beitrag leisten und das «Konzept» Industrie 4.0 zunächst mit individuellen «Use Cases» umsetzen.

pepperl-fuchs.ch

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