Die Zukunft der Automatisierung ist dezentral. Unternehmen suchen für ihre Produktion nach performanter und flexibler Kommunikation samt reduziertem Engineering-Aufwand und flexibler Feldbus-Anbindung. ifm liefert das mit der neuen Generation des multiprotokollfähigen IO-Link Masters AL1602 für skalierbare Automatisierungslösungen.
IO-Link findet sich inzwischen in vielen Branchen, hier etwa in der Logistik.
(Bild: ifm)
Logistikzentren sind komplexe Infrastrukturen. Auf langen Förderstrecken werden Pakete sortiert und zur richtigen Station gebracht, sodass sie möglichst schnell beim Kunden landen. Damit solch weitläufige Anlagen reibungslos ihre Aufgaben erfüllen können, kommt eine Vielzahl an Geräten und Sensoren zum Einsatz: Entlang der Förderstrecke müssen Motorrollen, Förderantriebe, Weichen oder Stopper angetrieben werden. Sensoren erkennen, wo welches Paket ist. Unternehmen stehen vor der grossen Herausforderung, eine zuverlässige Kommunikation zu gewährleisten. Auch deswegen hat sich IO-Link in den vergangenen Jahren mehr und mehr als industrielle Kommunikationslösung durchgesetzt. Dabei spielen nicht nur die in den Anlagen verbauten IO-Link-fähigen Sensoren und Aktoren eine zentrale Rolle, das Herzstück der Infrastruktur ist auf den ersten Blick meist verborgen: Der IO-Link Master ist die zentrale Schnittstelle zwischen der Steuerung und den Sensoren im Feld. Mit der neuen Generation seines IO-Link-Masters AL1602 der AutomationLine hebt das Automatisierungsunternehmen ifm die IO-Link-Integration nun auf ein neues Leistungsniveau.
Neue Generation dezentraler Automatisierung
Der IO-Link Master AL1602 steht mit seinem schwarzen glasfaserverstärkten Obergehäuse für eine neue Generation dezentraler Automatisierungslösungen. Der Master mit Multiprotokoll-Schnittstelle bietet acht IO-Link-Ports (Class A/B) mit jeweils 16 flexibel nutzbaren Ein- und Ausgängen. Mit einer Stromtragfähigkeit von bis zu 2 A pro Ausgang ist er besonders für leistungsstarke Aktuatoren wie jene in der Logistikbranche geeignet. Das Gehäuse und die voll umschäumte Leiterplatte sorgen für hohe Widerstandsfähigkeit, weder Kondensat noch Vibrationen sind damit ein Problem für den AL1602. Mit seiner IP67-Schutzart und einem Temperaturbereich von -40 bis 70°C ist das Gerät selbst für den Einsatz in rauen Industrieumgebungen geeignet. Die neuen Kunststoffports bieten höhere Anzugskräfte als die bisherigen Metallports der AL14-Serie. Das gemeinsame Massekonzept ermöglicht eine einfache und flexible Portkonfiguration, was einen kompakten und kosteneffizienten Gerätebetrieb ermöglicht. Die integrierte Daisy-Chain-Funktion erlaubt die einfache Spannungsversorgung mehrerer IO-Link-Master und reduziert damit den Verkabelungsaufwand deutlich.
Für die Praxis besonders relevant ist die integrierte Multiprotokoll-Schnittstelle, über die sich der IO-Link-Master problemlos in unterschiedliche Feldbus-Architekturen integrieren lässt. Zu Beginn stehen Profinet und EtherNet/IP zur Verfügung. Die Schnittstelle unterstützt die häufig von der Industrie geforderte Standardisierung im Maschinen- und Anlagenbau, reduziert die Variantenvielfalt und senkt nachhaltig den Engineering-Aufwand.
Neuer Standard für die Industrie
Mit der AutomationLine erfüllt ifm den Bedarf an flexibler und zuverlässiger IO-Link-Kommunikation. Das Protokoll hat sich zum neuen Standard für die Anbindung von Sensoren und Aktoren entwickelt und ermöglicht die digitale Kommunikation von der SPS bis hinunter zum kleinsten Feldgerät. Dabei sind IO-Link-Infrastrukturen meist sternförmig aufgebaut: Aktoren und Sensoren fungieren als sogenannte Slaves, die an einen zentralen Master angeschlossen sind. Der Master wiederum dient als Schnittstelle zur übergeordneten Steuerung. IO-Link bringt mehrere Vorteile in die Feldebene: Über das Kommunikationssystem können gleichzeitig mehrere Prozesswerte, Parameter oder Diagnosedaten aus einem Gerät über eine ungeschirmte Standardleitung übertragen werden. IO-Link arbeitet mit allen gängigen Feldbussen und Steuerungen und findet sich durch seine internationale Normung inzwischen in einer Vielzahl an Anwendungen – von der Logistik bis zur Lebensmittelindustrie. Inzwischen sorgen mehr als 60 Millionen Knotenpunkte weltweit in nahezu jeder Branche für die komfortable Steuerung, Regelung und Optimierung von Anlagen und Prozessen. Untersuchungen haben ergeben, dass Unternehmen durch die Nutzung von IO-Link die Installations- und Inbetriebnahmezeit um bis zu 60 Prozent senken konnten. In den Sensoren von ifm ist IO-Link bereits seit vielen Jahren Standard. Das Unternehmen gehörte zu den Firmen, die die Technologie im Jahr 2006 ins Leben gerufen haben. ifm bietet ein breites Portfolio an IO-Link-Produkten vom Master über Sensoren bis hin zum passenden Zubehör.
Stand: 08.12.2025
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