Sieben Schritte zur reibungslosen Betriebsbegehung Sicherheitslücken in der Automatisierung schliessen

Von Frank Bauer, Leuze 3 min Lesedauer

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Was, wenn die nächste Betriebsbegehung morgen ansteht? Wer als Anlagenbetreiber bei diesem Gedanken nervös wird, sollte die internen Prozesse kritisch prüfen. Die gute Nachricht: Mit der richtigen Vorgehensweise lassen sich Risiken in der industriellen Automatisierung rechtzeitig vor dem nächsten Prüftermin zuverlässig erkennen und beheben.

Regelmässige Gefährdungsbeurteilungen spielen eine Schlüsselrolle für lückenlose Sicherheit an Maschinen und Anlagen.(Bild:  Leuze)
Regelmässige Gefährdungsbeurteilungen spielen eine Schlüsselrolle für lückenlose Sicherheit an Maschinen und Anlagen.
(Bild: Leuze)

Lückenlose Sicherheit an Maschinen und Anlagen ist die Grundlage für einen störungsfreien und effizienten Betrieb in der industriellen Automatisierung. Regelmässige Gefährdungsbeurteilungen spielen dabei eine Schlüsselrolle: Sie decken Schwachstellen im sicheren Betrieb von Maschinen auf.

Die Erfahrung zeigt, dass die meisten Probleme lange vor der eigentlichen Begehung entstehen – häufig durch Nachlässigkeit, Zeitdruck, Unwissenheit oder begrenzte Budgets. Leuze unterstützt Betreiber dabei, einen sicheren Betrieb mit Safety-Expertise und Safety Solutions zu erreichen. Die Unterstützung gliedert sich in sieben Schritte:

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Schritt 1: Gefährdungen identifizieren

Sicherheit beginnt mit Transparenz: Alle relevanten Gefährdungen müssen identifiziert werden. Dazu gehört es, mindestens mechanische und elektrische Gefährdungen unter Berücksichtigung der Maschinengrenzen aufzunehmen. Weiterhin ist der Zustand der Schutzeinrichtungen (beispielsweise sichere Sensoren und Steuerungen) zu dokumentieren, um Manipulation und Verschleiss zu erkennen. Ein Safety-Check von Leuze bringt hier die erforderliche Klarheit und fasst die Ergebnisse in Berichtsform zusammen.

Schritt 2: Risiken beurteilen

Anschliessend gilt es, die identifizierten Gefährdungen objektiv zu bewerten, normenkonform einzuordnen und daraus risikomindernde Massnahmen abzuleiten. Die Risikoanalyse bildet somit die Grundlage für alle folgenden technischen Entscheidungen und Investitionen. Die Safety-Experten von Leuze erstellen aussagekräftige Risikobeurteilungen inklusive der Entwicklung von Sicherheitsfunktionen, Empfehlung risikomindernder Massnahmen und Beschreibung von verbleibenden Restrisiken.

Schritt 3: Sicherheitskonzept erstellen

Das Sicherheitskonzept beschreibt die Umsetzung aller risikomindernden Massnahmen. Es ist bestens geeignet, mit allen Beteiligten die Machbarkeit, Umsetzbarkeit und Benutzerfreundlichkeit zu diskutieren und festzulegen und somit Missverständnisse zu vermeiden. Aus diesem gemeinsam verabschiedeten Sicherheitskonzept entwickeln die Safety-Spezialisten von Leuze die Umsetzung im Detail und die Planung von Verifikation und Validierung. Das Fundament bildet hier das umfassende Industrie- und Applikationswissen, das eine praxistaugliche und nachhaltige Umsetzung ermöglicht.

Schritt 4: Safety Solutions Konzept

Klassisch wird nach dem Konzept die Umsetzung geplant und entwickelt. Alle Tätigkeiten, von der Idee über die Bauteileauswahl, die Realisierung und den Nachweis der Wirksamkeit sind pro Maschine oder Applikation komplett durchzuführen. Oft stossen klassische Sicherheitskonzepte bei komplexen Applikationen an ihre Grenzen. So zum Beispiel durch sich ändernde Formate (wechselnde Palettenbeladungen) an Mutingstationen. In diesen Fällen sind weitergedachte Safety Solutions gefragt, die exakt auf die jeweilige Aufgabenstellung ausgerichtet sind. Leuze bietet hierfür Lösungen, die sich gezielt an den Applikationsanforderungen orientieren – und den kompletten Prozess von der Analyse der Aufgabenstellung über die Sicherheitsarchitektur bis hin zur umfänglichen Dokumentation abdecken.

Schritt 5: Safety Solution umsetzen

Entscheidend ist die Detailanalyse des gegebenen Anlagenlayouts der Applikation. Nur auf dieser Basis können die geeigneten Sicherheitskomponenten (zum Beispiel sichere Sensoren oder Schalter) bestimmt in die Applikation eindesignt und die entsprechende Geräte-Parametrierung definiert werden. Zusätzlich sichern Inbetriebnahme und Unterweisung vor Ort durch die Safety-Experten und Produktspezialisten den Erfolg.

Schritt 6: Wirksamkeit nachweisen

Bei der Verifikation und Validierung (Proof of Concept) wird die korrekte Auslegung und Wirksamkeit aller sicherheitsrelevanten Komponenten und Funktionen durch Tests, Messungen und vollständig dokumentierte Prüfung unter Realbedingungen nachgewiesen.

Schritt 7: Dokumentieren + Inspizieren

Alle erforderlichen Dokumente wie die Risikobeurteilung, Messberichte und CE-Konformitätserklärung werden bereitgestellt und bilden den neuen Ist-Zustand. Wiederkehrende Inspektionen der Schutzeinrichtungen und die regelmässige Gefährdungsbeurteilung als Abgleich mit dem „Stand der Technik“ gewährleisten ein konstantes Sicherheitsniveau. Dies sichert einerseits die Sicherheit für die Bediener und andererseits die Verfügbarkeit der Maschine für die Produktion über die gesamte Lebensdauer.

Fazit: Sicherheit wirkt

Sieben Schritte und ein erfahrener Safety-Partner an der Seite: Wer sich als Anlagenbetreiber daran orientiert, kann guten Gewissens durchatmen. Selbst, wenn morgen die nächste Betriebsbegehung ansteht.

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