Energiewende Siemens-Campus wird klimaneutral

Redakteur: Silvano Böni

Um die Energiewende zu schaffen und die ambitionierten CO2-Ziele zu erreichen, braucht es das Zusammenspiel von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Für Siemens Schweiz sind die Pläne des Bundes und das neue CO2-Gesetz der richtige Weg, um die Ziele der Energiestrategie 2050 zu erreichen. Bereits im Jahr 2023 wird der Siemens-​Campus in Zug, der grösste Schweizer Standort des Unternehmens, die Klimaneutralität erreichen.

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Bereits im Jahr 2023 wird der Siemens-Campus in Zug, der grösste Schweizer Standort des Unternehmens, die Klimaneutralität erreichen.
Bereits im Jahr 2023 wird der Siemens-Campus in Zug, der grösste Schweizer Standort des Unternehmens, die Klimaneutralität erreichen.
(Bild: AeroPicture GmbH / Siemens)

Siemens goes green. Seit 2014 hat Siemens seine CO2-Emissionen weltweit um nicht weniger als 54 Prozent reduziert und deckt bereits 70 Prozent seines globalen Strombedarfs durch Ökostrom. Bis spätestens 2030 wird das Unternehmen, das in über 190 Ländern tätig ist, sein operatives Geschäft komplett klimaneutral betreiben. Am globalen Hauptsitz von Siemens Smart Infrastructure in Zug, dem grössten Schweizer Siemens-​Standort, wo rund 1700 Mitarbeitende in Forschung, Entwicklung, Produktion und Verwaltung tätig sind, wird Siemens dieses Ziel schon 2023 erreichen. Als letztes Teilprojekt auf diesem Weg startet in wenigen Wochen die rund 70 Millionen Franken teure Sanierung des Gebäudes Theilerstrasse 1c. Dort werden in Zukunft Forschung und Entwicklung, diverse Testlabore und die IT-Abteilungen angesiedelt sein. Mit dem Abschluss der Bauarbeiten im Jahr 2023 wird der gesamte Siemens-Campus klimaneutral betrieben. Möglich wird dies durch den Einsatz intelligenter Gebäudetechnik, die Verwendung erneuerbarer Energien, den Verzicht auf fossile Energieträger und mit Hilfe energieeffizienter Produktionsanlagen.

Bundesrätin Sommaruga beeindruckt

Bei ihrer kürzlichen Siemens-Visite in Zug liess sich Bundesrätin Simonetta Sommaruga über das Modernisierungsprojekt, die neusten technologischen Entwicklungen sowie über weitere Umweltprojekte des Unternehmens informieren. «Vom Klimaschutz profitieren Bevölkerung und Wirtschaft, das sehen wir in Zug sehr eindrücklich. Unternehmen erforschen neue Technologien und machen beispielsweise das Energiesparen oder das Laden des Elektroautos kinderleicht. Das verkauft sich im In- und Ausland, schafft moderne Arbeitsplätze und bewahrt unsere Lebensgrundlagen. Darum stellen sich zahlreiche Unternehmen und Organisationen aus der Wirtschaft hinter unser Klimaschutzgesetz», erklärte Simonetta Sommaruga nach ihrem Treffen mit dem Management-Team von Siemens. «Dass wir die Klimaneutralität an unserem grössten Schweizer Standort bereits 2023 erreichen, spornt uns natürlich an, diesen Weg konsequent weiterzugehen und unsere Anstrengungen zur Reduktion der CO2-Emissionen zu intensivieren», erklärte Matthias Rebellius, Siemens-Vorstandsmitglied und globaler CEO von Siemens Smart Infrastructure (SI). «Den grössten Hebel zur Linderung des Klimawandels erreichen wir mit dem Siemens-Umweltportfolio, das bei unseren Kunden rund um den Globus im Einsatz ist. Mit neu installierten Systemen konnten wir allein im letzten Geschäftsjahr die Treibhausgas-​Emissionen weltweit um 7 Millionen Tonnen reduzieren.»

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Der Siemens-Campus in Zug ist ein gutes Beispiel dafür, wie Technologie und digitale Lösungen einen wichtigen Beitrag zu Dekarbonisierung und Effizienzsteigerung leisten. Bei den 2019 eröffneten Büro- und Produktionsgebäuden wurden dank intelligenter Gebäudetechnik und erneuerbarer Energien, bereits im ersten Betriebsjahr im Vergleich zum durchschnittlichen Wärmeverbrauch der letzten Jahre, mehr als 600 Tonnen CO2 eingespart.

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