Swissmem Swissmem präsentiert starke Zahlen - Ukraine-Konflikt könnte Aufschwung bremsen

Von Silvano Böni

Swissmem veröffentlicht mit einem Umsatzplus von zehn Prozent eine sehr positive Entwicklung der MEM-Industrie im Jahr 2021. Schwierigkeiten in den Lieferketten bremsen den Aufschwung. Der Krieg in der Ukraine führt zu neuen Unsicherheiten, welche die Investitionsgüternachfrage drosseln dürften .

Anbieter zum Thema

(Bild: Adobe Stock)

Der Geschäftsgang in der Schweizer Maschinen-, Elektro- und Metall-Industrie (MEM-Industrie) hat sich im vergangenen Jahr sehr erfreulich entwickelt. Nachdem die Schweizer MEM-Industrie im Jahr 2020 pandemiebedingt mit einem starken Abschwung zu kämpfen hatte, prägte ein ebenso steiler Aufschwung das vergangene Geschäftsjahr. Die Auftragseingänge nahmen demnach im Vergleich zu 2020 um 26,5 Prozent zu. Auch die Umsätze stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 10,4 Prozent. Ohne die Schwierigkeiten in den Lieferketten, welche die Auftragsabwicklung verzögerten, hätten sich die Umsätze noch besser entwickelt. Sowohl KMU als auch Grossbetriebe profitierten vom guten Geschäftsgang.

Mit dem Aufschwung stieg auch die Kapazitätsauslastung in den Produktionswerken. Sie lag im vierten Quartal 2021 bei 89,8 Prozent, nachdem sie in der Vorjahresperiode lediglich 78,3 Prozent betragen hatte. Gemäss den jüngsten Zahlen des KOF erreichte die Kapazitätsauslastung im Januar 2022 den Wert von 91,9 Prozent. Es überrascht deshalb nicht, dass sich auch die Anzahl Mitarbeiter in der MEM-Industrie erhöht hat. Sie stieg im vierten Quartal 2021 auf 318 900 und lag 1,2 Prozent höher als in der Vorjahresperiode. Dieser Anstieg belegt einmal mehr, dass es in der Schweiz keine Deindustrialisierung gibt. Viel mehr ist die Industrie eine attraktive und zukunftsträchtige Arbeitgeberin.

Die Güterexporte der MEM-Industrie stiegen 2021 im Vergleich zum Vorjahr um 12,7 Prozent und erreichten einen Wert von 68,5 Milliarden Franken. Alle wichtigen Märkte entwickelten sich positiv. So erhöhten sich die Exporte in die EU um 16,5 Prozent, in die USA um 11,4 Prozent sowie jene nach Asien um 7,2 Prozent. Alle wichtigen Warengruppen profitierten vom Aufschwung. Gegenüber 2020 erhöhten sich die Ausfuhren bei den Metallen um 21,3 Prozent, bei den Präzisionsinstrumenten um 11,2 Prozent, bei der Elektrotechnik/Elektronik um + 10,6 Prozent und im Maschinenbau um +9,1 Prozent.

Es bestehen allerdings Risiken, welche den Aufschwung bremsen könnten. An erster Stelle steht der bewaffnete Konflikt in der Ukraine. «Dieser Krieg schafft neue Unsicherheiten, welche die Investitionsgüternachfrage abschwächen könnten. Das trifft die MEM-Branche unmittelbar», sagt Martin Hirzel, Präsident Swissmem.

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung.

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung

(ID:48093788)