«The Hunger Games: On Stage» Bewegliche Tribünenblöcke mit Getrieben von Stöber

Von Stöber 6 min Lesedauer

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«The Hunger Games: On Stage» ist ein Live-Spektakel, das die Zuschauer mitten ins Geschehen holt. Dafür entwickelte Smart Axis Stage Engineering Limited aus Leeds bewegliche Tribünenblöcke für bis zu 112 Personen und setzte auf Getriebe von Stöber.

Für «The Hunger Games: On Stage» tragen und bewegen Antriebssysteme mit Stöber Kegelradgetrieben Tribünenblöcke mit einer dynamischen Last von bis zu 26 Tonnen – Platz für bis zu 112 Zuschauer pro Block.(Bild:  Stöber)
Für «The Hunger Games: On Stage» tragen und bewegen Antriebssysteme mit Stöber Kegelradgetrieben Tribünenblöcke mit einer dynamischen Last von bis zu 26 Tonnen – Platz für bis zu 112 Zuschauer pro Block.
(Bild: Stöber)

Jeder Block muss auf Abruf eine dynamische Last von 26 Tonnen geräuschlos und nahtlos verfahren, ohne dass das Publikum die Bewegung wahrnimmt. Für diese anspruchsvolle Aufgabe beauftragte Smart Axis Stöber, sämtliche Getriebe für die Aufführung zu liefern. Die Hauptelemente der Anlage sind die einzigartigen beweglichen Tribünenblöcke, die sich leise drehen und den Zuschauern das Gefühl geben, Teil des Spektakels zu sein. Mit Kegelradgetrieben unterschiedlicher Baugrössen trug Stöber so zur aussergewöhnlichen Arena-Atmosphäre und den visuellen Effekten bei.

Martin Radmall ist Mitgründer und Geschäftsführer von Smart Axis Stage Engineering Limited mit Sitz im englischen Leeds. Er und sein Team realisieren Bühnentechnik für Live-Events, Fernseh- und Filmproduktionen, Messen und Festivals. «Wir bringen Projekte zum Heben, Verschieben, Drehen und Wenden», beschreibt er sein Geschäft. Smart Axis ist weltweit tätig und bietet der Unterhaltungsbranche einen ganzheitlichen Ansatz – von der ersten Konzeption über Konstruktion, Fertigung und Installation bis hin zur vorausschauenden Wartung. 2024 erhielt das Unternehmen den Auftrag, als Zulieferer an der Produktion «The Hunger Games: On Stage» mitzuwirken.

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Das Projekt: «The Hunger Games: On Stage»

«The Hunger Games: On Stage» überträgt Suzanne Collins’ Bestseller und Lionsgates milliardenschwere Filmreihe in ein Live-Erlebnis im Rund einer Arena. Schauplatz ist die fiktive Welt von Panem, ein Staat aus dreizehn nummerierten Distrikten, die sich jeweils auf eine bestimmte Industrie spezialisiert haben. Die Weltpremiere fand im November 2025 im neu errichteten Troubadour Canary Wharf Theatre in London statt, das 1.200 Zuschauern Platz bietet.

«Das 26 Millionen Pfund teure Troubadour Canary Wharf Theatre ist ein hochmoderner Veranstaltungsort, der in nur sechs Monaten eigens für eine vollständig immersive Produktion errichtet wurde – mit Zuschauern, die in den verschiedenen Distrikten von Panem sitzen», schildert Radmall. «Wir arbeiten überwiegend in der internationalen Unterhaltungsbranche und sind es gewohnt, dass um uns herum ambitionierte Bühnenbilder entstehen. Dass jedoch ein komplett neues Gebäude um uns herum hochgezogen wird, während wir arbeiten, war auch für uns neu!»

In der Bearbeitung des mit einem Olivier Award ausgezeichneten Dramatikers Conor McPherson und unter der Regie von Matthew Dunster bietet die Produktion atemberaubende Flugszenen, echte Feuereffekte, LED-Wände und eine Arena-Anordnung, die das Publikum mitten ins Geschehen rückt.

«Das Troubadour wurde gezielt so konzipiert, dass es all diese spektakulären Elemente und die nach den einzelnen Distrikten benannten Tribünenblöcke aufnehmen kann», fährt Radmall fort. «Das Publikum sitzt damit unmittelbar im Herzen der Arena, in der die Hunger Games stattfinden. Genau hier kamen Smart Axis und Stöber ins Spiel. Das Produktionsteam wollte die Distrikte als bewegliche Tribünensegmente um eine grosse Bühne herum anordnen, auf der die Akteure am Boden und in der Luft – im 90-Grad-Winkel zu den Wänden – kämpfen.

Die technische Anforderung: dynamische Last von 26 Tonnen

«Ein zentraler Schwerpunkt des Projekts war es, Antriebssysteme für die Tribünenblöcke zu entwickeln und zu fertigen, die eine beachtliche dynamische Last von 26 Tonnen geräuschlos bewegen und dabei bequem 112 Personen Platz bieten», beschreibt Radmall. Jeder Block muss sich auf Anforderung bewegen lassen – ohne dass die darauf sitzenden Menschen die Bewegung bemerken. «Das ist keine leichte Aufgabe. Und da die Distrikte ein zentrales Element der Show sind, musste jedes technische Detail reibungslos, nahtlos und natürlich sicher funktionieren.»

Smart Axis holt Stöber an Bord. «Als feststand, dass wir den Auftrag als Zulieferer für ‚The Hunger Games: On Stage‘ gewonnen hatten, wandte ich mich an Martin Preece, Leiter des britischen Standorts von Stöber», berichtet Radmall. «Ich hatte mit ihm bereits frühere Projekte in der Unterhaltungsbranche erfolgreich umgesetzt und wusste, dass er und Stöber unsere sehr spezifischen Anforderungen erfüllen können. Damit lag ich richtig.»

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Die Herausforderung: Laufruhe auf kleinem Bauraum

Eine der ersten Hürden war, dass sich der Entwurf des Theatergebäudes selbst noch während unserer Konstruktions- und Bauphase änderte», erläutert Radmall. «Dadurch hatten wir gegenüber dem ursprünglichen Konzept deutlich weniger Bauraum zur Verfügung. Wir mussten unsere Konstruktion also anpassen und flexibel bleiben, um dieselbe Leistung und Geschwindigkeit – und damit dasselbe Erlebnis für den Kunden – auf engerem Raum zu liefern.»

«Ich habe Martin mehrfach kontaktiert, um die passende Auslegung der Getriebe von Stöber zu besprechen – etwa, wie sich ein laufruhiger, leiser und störungsfreier Betrieb am besten realisieren lässt, der zugleich in einen deutlich kleineren Bauraum passt als zunächst geplant. Martin ging dabei jedes Mal proaktiv vor, arbeitete unsere konkreten Anliegen durch und lieferte uns Optionen und Diskussionspunkte, mit denen wir die Konstruktion zu einer ‚Smart Solution' optimieren konnten.» «Die Technik, die in den Tribünenblöcken steckt, war entscheidend – deshalb haben wir uns für die Kegelradgetriebe von Stöber entschieden. Sie arbeiten im Zusammenspiel mit mehreren Antrieben und bewegen die in den Distrikten sitzenden Zuschauer mühelos, in einer gleitenden, lautlosen Bewegung.»

Martin Preece ergänzt: «Unsere Aufgabe war es, Smart Axis bei der Auslegung und Auswahl der Kegelradgetriebe zu unterstützen, die in die beengten Bereiche unter den Tribünenblöcken passen. Eingesetzt wurden sie vor allem in den Distrikten 1 und 2, und ihr Betrieb musste lautlos sein, um die Spannung und die Illusion der Inszenierung nicht zu stören. Das verlangte starke, leistungsfähige Komponenten – denn am Premierenabend und darüber hinaus durfte nichts ausfallen: The show must go on!»

«Während der Konstruktion habe ich durchgehend den Stöber Configurator genutzt, um Produktdatenblätter und Zeichnungsdateien zu erzeugen. So konnte ich auf jede der mehrfachen Planungsänderungen sofort mit aktualisierten, präzisen Auslegungsdaten reagieren – ohne Verzögerung im Konstruktionsablauf von Smart Axis. Die resultierende Stöber Lösung erfüllte die Anforderungen perfekt: Die Schrägverzahnung sorgt für einen laufruhigen Betrieb, das einteilige Gussgehäuse für hohe Steifigkeit und äusserst kompakte Abmessungen.»

Die gelieferten Stöber Komponenten

Herzstück der Lösung sind die einzigartigen beweglichen Tribünenblöcke, die sich leise drehen und den Zuschauern das Gefühl geben, Teil des Spektakels zu sein. Mit Kegelradgetrieben unterschiedlicher Baugrössen trug Stöber so zur aussergewöhnlichen Arena-Atmosphäre und den visuellen Effekten bei. Für die Produktion lieferte Stöber:

  • Acht Kegelradgetriebe der Baugrösse 9 für vier Antriebssysteme der Tribünenblöcke. Sie bewegen die dynamische Last von 26 Tonnen und positionieren das Publikum im Zentrum der Inszenierung. Der 8 m × 3,6 m grosse Hauptlift wurde auf höchste Zuverlässigkeit und Sicherheit ausgelegt – jede Komponente des Systems ist auf maximale Leistungsfähigkeit ausgerichtet.
  • Acht weitere Kegelradgetriebe der Baugrössen 1 bis 4, verbaut im 8 m × 3,7 m grossen Absink- und Schiebe-Mechanismus, ausgelegt auf Geschwindigkeit und nahtlose Integration. Hinzu kommen vier Ecklifte – einer an jeder Ecke der «Main Contender Zone» – sowie weitere Absink- und Schiebe-Einheiten nach EN 17206.

«Die Wahl der Stöber Getriebe brachte Smart Axis gleich mehrere Vorteile», führt Preece aus. «Die einteiligen Gussgehäuse bieten eine aussergewöhnliche Verdrehsteifigkeit und Langlebigkeit – ideal für die zu bewegenden Lasten. Zudem steht eine breite Auswahl an Gehäuseausführungen zur Verfügung, die flexible Befestigungsmöglichkeiten für die unterschiedlichen Einbausituationen erlaubt. Gleichzeitig sorgt die hervorragende Qualität der Schrägverzahnung für einen leisen Betrieb und einen hohen Wirkungsgrad. Das Letzte, was sich Martin und das Bühnenteam wünschten, war schliesslich eine laute, ruckelnde Tribüne, die jeden Abend ausfällt – nicht mit uns!»

Die Erfolgsfaktoren

«Dass Martin und Stöber die verschiedenen Änderungen, mit denen wir konfrontiert waren, mittragen konnten, war für den Gesamterfolg dieses Projekts ausgesprochen wertvoll», resümiert Radmall. «Ob termingerechte Lieferung, Einhaltung der Sicherheitsnormen oder der erfolgreiche Start der Show selbst – Stöber hatte stets eine Antwort und eine Lösung parat. Genau das erwarten wir von unseren Lieferanten. Wir wissen, dass Stöber Produkte sowohl zuverlässig als auch normkonform sind, und das ist für einen Spezialdienstleister unserer Art in der Unterhaltungsbranche entscheidend. Jedes Projekt, das wir abschliessen, muss einer Reihe europäischer Sicherheitsnormen entsprechen. Und Sicherheit hat oberste Priorität – etwas, das Martin und das Team von Stöber mehr als verstehen. Auch die Lieferzeiten waren kurz, wurden eingehalten und zum Teil sogar übertroffen. So lagen wir mit unserer Arbeit stets im Plan – und das war für das gesamte Smart-Axis-Team ein gutes Aushängeschild.»

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