Mehr als 500 Erweiterungen, der integrierte Eplan Copilot und ein synchronisiertes Cloud-Artikelmanagement sollen Vorplanung, Elektro-Engineering und Schaltschrankplanung beschleunigen. Die Plattform erleichtert zudem die Einbindung in bestehende IT-Landschaften und den Datenaustausch mit Automatisierungs- und ERP/PDM-Systemen.
Direkt integriert: Der Eplan Copilot unterstützt Anwender der neuen Version zum Beispiel mit schnellen projektübergreifenden Artikelrecherchen oder konkreten Handlungsempfehlungen.
(Bild: Eplan)
Zentrale Neuerung ist der Einzug des Eplan Copilot in die neue Plattform. Die KI-unterstützte Intelligenz geht seit Anfang September mit ganz unterschiedlichen Funktionen live: Zum einen als «Knowledge Service», der direkt aus der Eplan-Software aufgerufen werden kann. Dieser macht Eplan-internes Know-how strukturiert zugänglich und leitet den Anwender auch in komplexen Fragen sicher zum Ziel.
Auch beim Artikelverwendungsnachweis ist der Copilot wirkungsvolle Hilfe: Möchte ein Konstrukteur wissen, in welchen Projekten er ein Produkt bzw. eine Komponente verwendet hat, braucht er nur die Artikelnummer eingeben. Die KI durchsucht die Projekte in der Cloud und gibt direkte Links zu den Projektseiten, auf denen die Artikel verwendet werden. Ob Übersetzung, Menü-Vereinfachung, Stücklistenerstellung oder Qualitätsprüfung: Nutzer können über den Eplan Copilot per Sprache oder Prompt mit dem System interagieren und so die Vielfalt an Möglichkeiten in Eplan besser ausschöpfen.
Neu: Zentrales Artikelmanagement in der Cloud
Die Erweiterungen im Artikelmanagement setzen einen klaren strategischen Fokus auf durchgängige, konsistente Daten und effiziente Zusammenarbeit. Mit dem neuen Cloud-Artikelmanagement und der damit verbundenen Synchronisierung adressiert Eplan zentrale Anforderungen moderner, hybrider Engineering-Umgebungen. Der Lösungsanbieter legt damit die Grundlage für konsistente Stammdaten, digitale Zwillinge und systemübergreifende Rückverfolgbarkeit. Diese Kernfunktionen werden durch gezielte Verbesserungen bei der Suche, Auswahl, Transparenz und Datenqualität ergänzt, die den täglichen Umgang mit grossen Artikelbeständen erheblich vereinfachen. Zusammen ermöglichen diese Innovationen ein besser integriertes und deutlich effizienteres Arbeiten im gesamten Engineering- und Lifecycle-Prozess.
Cloud-Teileverwaltung jetzt synchronisiert
Schaut man auf heutige Prozesse in der Artikel-/Teileverwaltung, so ist der Prozess von Medienbrüchen geprägt. In hybriden IT-Umgebungen betreiben Unternehmen sowohl cloudbasierte als auch lokale Systeme parallel. Unterschiedliche Benutzeroberflächen, an mehreren Orten gepflegte Produktdaten und eingeschränkter Fernzugriff führen häufig zu Inkonsistenzen, erhöhtem Wartungsaufwand und Datenlücken im Konstruktionsprozess.
Die neue Eplan Plattform 2027 sorgt hier für mehr Klarheit und synchronisierte Prozesse: Über die Bereitstellung in der Eplan Cloud nutzen User einen einheitlichen Front-End-Workflow. Der Vorteil liegt auf der Hand. Produktdaten werden nur einmal gepflegt und automatisch bidirektional zwischen den Cloud- und lokalen Systemen synchronisiert (Stichwort Data Management). Das gilt für Artikeldaten wie auch für Stammdaten wie Formulare, Plotrahmen oder Symbolbibliotheken, die ab sofort synchronisiert werden können. Zugleich sichert dieser Workflow einen standortunabhängigen Zugriff auf aktuelle Teileinformationen. Anwender erzielen damit maximale Datendurchgängigkeit, mehr Wiederverwendung und reduzieren den Aufwand in der Artikelverwaltung.
End-to-End Prozesse im Fokus
Mit der Darstellung von beispielsweise der Prozessflussrichtung oder Tank-Befüllung bietet Eplan Preplanning neben zahlreichen neuen Automatisierungsfunktionen deutlich mehr Informationstiefe.
(Bild: Eplan)
Weiterhin wird das Eplan Ökosystem durch gezielte Ergänzungen der Partnerintegrationen ausgebaut. Treiber ist der wachsende Bedarf, Engineering-Systeme nahtlos mit Automatisierungs- und ERP/PDM-Lösungen zu verbinden, um Datensilos zu vermeiden. Erweiterte Integrationen schaffen nahtlose End-to-End-Datenflüsse zwischen Eplan und führenden Partnerlösungen wie beispielsweise Rockwell Emulate 3D. Durch den Import von Eplan-Daten in die virtuelle Test- und Simulationsplattform von Rockwell können Anwender Maschinen und Anlagenlayouts einschliesslich der tatsächlichen Steuerungslogik (SPS) simulieren und validieren, lange bevor die Hardware überhaupt existiert. Weitere Integrationen zu ERP/PDM-Systemen ermöglichen eine transparente, steuerbare Artikelsynchronisation. Dadurch wird die Zuverlässigkeit der Daten nachhaltig verbessert.
Stand: 08.12.2025
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Fazit
Die Eplan Plattform 2027 steht für vernetztes, KI-unterstütztes Engineering. Weiterentwicklungen in der Vorplanung, Verbesserungen bei der Verwaltung von Artikeldaten und im Umgang mit Artikeln, erweiterte Kollaboration & Integration und natürlich die Integration des Eplan Copilot machen klar: Mit der Eplan Plattform 2027 können Anwender schneller auf relevante Informationen zugreifen, vorhandene Daten durchgängiger nutzen und sich stärker auf ihre eigentlichen Engineering-Aufgaben konzentrieren.