Empa-Roboter: Boost für Batterieforschung Grösster offener Datensatz für die Batterieforschung

Quelle: Empa 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Forscher der Empa haben den bislang grössten offenen Batterie-Datensatz in einem neuen Datenformat veröffentlicht. Die Daten von der Aurora-Roboterplattform der Empa setzen neue Massstäbe für Qualität, Nachvollziehbarkeit und Zusammenarbeit in der internationalen Batterieforschung – und sollen diese so erheblich beschleunigen.

Forscher der Empa arbeiten mit der Aurora-Roboterplattform, die vollautomatisierte Batterie-Experimente ermöglicht. (Bild:  Empa)
Forscher der Empa arbeiten mit der Aurora-Roboterplattform, die vollautomatisierte Batterie-Experimente ermöglicht.
(Bild: Empa)

Die «Battery Data Alliance» (BDA) hat gemeinsam mit der Empa und weiteren Partnern den bislang grössten offenen Datensatz im «Battery Data Format» (BDF) publiziert. Die Daten stammen aus vollautomatisierten Experimenten mit der autonomen Roboterplattform Aurora, die die Empa zusammen mit der Schweizer Firma Chemspeed Technologies entwickelt hat. Damit setzen die Forscher einen neuen Standard für hochwertige, maschinenlesbare Batteriedaten und für die internationale Erforschung neuer Batteriematerialien. Der Datensatz enthält Lade- und Entladezyklen von 199 Knopfzellen-Batterien mit NMC//Graphit- und LFP//Graphit-Chemie. Jede Batterie wurde über 1000 Zyklen hinweg unter vollständig automatisierten und präzise kontrollierten Bedingungen getestet. Zudem erschien im Fachjournal «Batteries & Supercaps» eine Publikation, die die robotergestützte Forschungsplattform wissenschaftlich beschreibt und den Datensatz einordnet.

Durch die Veröffentlichung im «Battery Data Format» wird sichergestellt, dass die Daten transparent nachvollziehbar bleiben, mit gängigen Analysewerkzeugen kompatibel sind und den FAIR-Datenprinzipien (Findable, Accessible, Interoperable, Reusable) entsprechen. Damit können Forschende weltweit die Daten einfach nutzen und weiterverarbeiten. «Durch die Verbindung von Robotik mit Fair-konformer Datenverwaltung schaffen die Forschenden die Grundlage für schnellere und reproduzierbarere Batterieforschung – und treiben so die weltweite Innovation bei Energiespeichern voran», erklärt der BDA-Vorsitzende Gabe Hege. Auch Corsin Battaglia, Leiter des Empa-Labors sowie Professor an der ETH Zürich und der EPFL, betont die Bedeutung der strukturierten Daten: «Wenn wissenschaftliche Daten nach gemeinschaftlichen Standards aufgebaut und mit vollständiger Herkunftsverfolgung versehen sind, können sie weit über einzelne Projekte hinaus wirken. In dieser Form werden sie zu einer gemeinsamen Ressource, die Zusammenarbeit fördert, Entdeckungen beschleunigt und ganze Forschungsfelder verändern kann.»

Bildergalerie

Die Grundlage für eine neue Generation standardisierter Batteriedaten entstand in Zusammenarbeit zwischen der Empa und dem norwegischen Forschungsinstitut Sintef. Der Datensatz ist auf der Online-Plattform Zenodo frei zugänglich.

«Battery Data Alliance» (BDA)

Die «Battery Data Alliance» (BDA) ist eine offene Initiative der «Linux Foundation», die standardisierte, FAIR-konforme Datenpraktiken in der Batterieforschung vorantreibt. Sie entwickelt und pflegt das «Battery Data Format» (BDF) und unterstützt ein wachsendes Ökosystem von Tools, Datensätzen und Partnern, um Entdeckungen, Modellierungen und Innovationen in der weltweiten Batterieforschung zu beschleunigen.

(ID:50572257)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung