Sensingcam SEC100 von Sick für Industrie 4.0

Kosteneffiziente Bildverarbeitung am intelligenten Netzwerkrand

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Streaming vs. Ereignisaufzeichnung

Die Sensingcam SEC100 von Sick ist in zwei Ausführungen erhältlich. Jedes dieser Systeme bietet Automatisierungsteams die Flexibilität, spezifische Inspektions- und Überwachungsanforderungen zu erfüllen. Beide Kameras verfügen über einen hochauflösenden 5-MP-CMOS-Sensor, der detaillierte und zuverlässige Bilder in Industrieanlagen liefert.

Die Sensingcam SEC100 unterstützt die Erfassung von Standbildern und das Streaming in Echtzeit über RTSP oder MJPEG. Zur Optimierung der Bandbreiten- und Speichereffizienz stehen Optionen zur Videokomprimierung wie H.264, H.265 und Motion JPEG zur Verfügung. Sie bietet eine effektive visuelle Abdeckung für die Live-Überwachung, Prozessdokumentation und die Beobachtung toter Winkel in automatisierten Produktionssystemen. Nutzer können JPEG-Snapshots lokal speichern oder per FTP in das Internet hochladen, um eine zuverlässige Dokumentation ohne die Komplexität einer umfassenden Bildanalyse zu gewährleisten.

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Die SEC110 erweitert diese Funktionalität durch die Möglichkeit der Ereignisaufzeichnung. Sie speichert automatisch Videoclips 40 Sekunden vor oder nach einem Auslöseereignis und speichert das Material im MP4-Format, um eine mit einem Zeitstempel versehene Aufzeichnung zu erstellen, die für die Analyse nach dem Ereignis leicht weitergegeben werden kann. Diese Funktion erfasst wichtige betriebliche Zusammenhänge im Zusammenhang mit Fehlern, Staus oder Prozessabweichungen und hilft den Bedienern, intermittierende Fehler oder ungeplante Produktionsstopps zu erkennen und zu beheben. Ereignisauslöser, die über eine REST-API oder einen digitalen Eingang aktiviert werden, erleichtern die flexible Integration mit SPS, Sensoren und anderer Automatisierungsinfrastruktur.

Beide Modelle der Sensingcam SEC100 unterstützen mehrere Auflösungen und Bildraten, um eine breite Palette von Industrie-4.0-Anwendungsanforderungen zu erfüllen. Sie nehmen Videos in voller Auflösung mit 2880 × 1616 Pixeln bei 25 fps, Full HD (1920 × 1080) bei 30 fps und 720p (1280 × 720) bei 30 fps auf. Der Benutzer kann die Bildrate zwischen 5 und 30 fps einstellen, um die Bandbreite, den Speicherplatz oder die Bildqualität je nach Bedarf zu optimieren. Ein breites Sichtfeld von 82° × 52° und ein Arbeitsabstand von 300 mm bis 10 000 mm ermöglichen eine flexible Überwachung sowohl im Nah- als auch im Fernbereich.

Die SEC100-Serie unterstützt Live-Streaming (beide Modelle) und ereignisbasierte Erfassung (nur SEC110) und passt die Kamerafunktionalität an die spezifischen Anforderungen von Industrie 4.0 an. Beispiele hierfür sind die Aufrechterhaltung der visuellen Rückverfolgbarkeit, die Möglichkeit der Echtzeitbeobachtung oder die Durchführung von Ursachendiagnosen mit Hilfe von zwischengespeicherten Aufzeichnungen.

Nahtlose Integration und schnelle Bereitstellung

Beide Sensingcam-Modelle von Sick fügen sich nahtlos in Industrie-4.0-Anlagen ein und verfügen über kompakte, IP65-konforme Gehäuse (57,5 mm × 49 mm × 33,6 mm, 120 g), die keine externen Gehäuse oder zusätzliche Schutzhüllen benötigen. Ihre kleiner Footprint passt problemlos in enge Gehäuse, Roboterarme und Produktionslinien. Wie in Abbildung 2 dargestellt, gewährleisten M12-Rundsteckverbinder für Stromversorgung und Ethernet eine robuste, vibrationsbeständige Vernetzung, während standardmässige Montagehalterungen mehrere Installationsoptionen unterstützen.

Die Konfiguration der SEC100-Serie erfolgt über einen integrierten Webserver und eine Standard-Browserschnittstelle, die eine direkte Kontrolle über Streaming-Protokolle, Snapshot-Modi und Speichereinstellungen ermöglicht. Die SEC110 bietet zusätzlich eine Triggerlogik für die Ereignisaufzeichnung. Die Kameras unterstützen sowohl DHCP als auch statische IP-Adressierung - mit einer statischen Standard-IP von 192.168.136.100 - und ermöglichen nahtlose Integration in flache oder segmentierte industrielle Netzwerke.

Jede Einheit überträgt Daten mit 100 Mbit/s über 100Base-TX-Ethernet. Eine REST-API erleichtert die Interoperabilität mit speicherprogrammierbaren Steuerungen (SPSen), Manufacturing Execution Systems (MES) und anderen anpassbaren Steuerungsarchitekturen. Die SEC100-Serie arbeitet mit 12 VDC bis 24 VDC bei einer typischen Leistungsaufnahme von nur 2 W, wobei die Effizienz über den gesamten Eingangsbereich erhalten bleibt. Eine Spannungstoleranz von ±10% und eine empfohlene 1A-Sicherung sorgen für Zuverlässigkeit bei industriellen Stromschwankungen.

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Jede Kamera bietet 6 GB Onboard-Speicher für die lokale Bild- und Videospeicherung, während ein Weitwinkelobjektiv und anpassbare Belichtungseinstellungen für Klarheit bei unterschiedlichen Licht- und Umgebungsbedingungen sorgen.

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