Sensingcam SEC100 von Sick für Industrie 4.0

Kosteneffiziente Bildverarbeitung am intelligenten Netzwerkrand

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Anwendungsfälle aus der Praxis: Von der Robotik bis zur Fehleranalyse

Die maschinelle Bildverarbeitung ist nicht mehr auf High-End-Industrie-4.0-Prüfsysteme beschränkt. In vielen Fabriken und Lagern ergänzen kompakte Kantenkameras wie die SEC100-Serie die visuelle Intelligenz von Robotern, Förderanlagen und Verpackungslinien. Diese Systeme unterstützen Prozessdokumentation, Fehlererkennung und Rückverfolgbarkeit mit minimalem Hardware- und Konfigurationsaufwand. In robotergestützten Bestückungssystemen überwacht die SEC100, ob die Teile falsch ausgerichtet sind oder heruntergefallen sind.

Sie liefert eine visuelle Bestätigung, dass das System wie vorgesehen funktioniert, oder warnt die Teams vor mechanischen Fehlern. An Fliessbändern werden Schnappschüsse der durchlaufenden Artikel zur Chargenprüfung oder Barcodeerfassung aufgenommen. An automatisierten Montagestationen zeichnet die Kamera visuelle Daten zur Unterstützung der Rückverfolgbarkeit und Qualitätskontrolle auf.

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Diese Fähigkeiten sind vor allem in der Elektronikfertigung sowie in der Lebensmittel- und Getränkeindustrie von entscheidender Bedeutung, wo Bildprotokolle zur Einhaltung von Vorschriften erforderlich sein können.

Die Ereignisaufzeichnung des SEC110 hilft bei der Diagnose von unvorhersehbaren Fehlern. Wenn ein Stau eine Notbremsung auslöst, zeichnet die Kamera auf, was 40 Sekunden vor oder nach dem Ereignis passiert ist. Dieses Aufzeichnungsfenster liefert den entscheidenden Kontext für die Identifizierung der Abfolge von Ereignissen, die zu Ausfällen führen und ihnen folgen.

Damit können Teams Ursachenanalysen durchführen, ohne auf Sensorprotokolle oder die Erinnerung des Bedieners angewiesen zu sein - ein entscheidendes Merkmal für Anwendungen mit hohem Durchsatz wie Verpackung, Etikettierung und Sortierung. Die SEC100-Serie verfügt über ein robustes Gehäuse und arbeitet zuverlässig in staubigen oder spritzwassergefährdeten Umgebungen, wie z. B. in Lagerautomatisierungszonen, Logistikzentren und Fabriken. Der Betriebstemperaturbereich reicht von 0°C bis +50°C, mit optimaler Bildqualität zwischen +10°C und +40°C. Luftfeuchtigkeitstoleranz bis zu 90% unterstützt gleichbleibende Leistung in rauen Industrieumgebungen. Diese Kombination aus Wärme- und Feuchtigkeitsresistenz ermöglicht einen zuverlässigen Betrieb in Fertigungsbereichen mit hoher Hitzeentwicklung, an Laderampen im Freien und in Einrichtungen mit starken Temperaturschwankungen während der Produktion.

Effiziente und kosteneffiziente intelligente Automatisierung

Viele Bildverarbeitungssysteme erfordern spezielle Software, kundenspezifische Integration und erhebliche Investitionen. Diese Faktoren machen sie für kleinere oder ressourcenbeschränkte Automatisierungsteams oft unerreichbar.

Die Serie Sensingcam SEC100 von Sick trägt zur Demokratisierung der Industrie-4.0-Bildverarbeitung bei. Sie bietet Echtzeit-Streaming (beide Modelle), ereignisbasierte Aufzeichnung (SEC110) und Onboard-Speicher in einem kompakten, vorkonfigurierten Formfaktor, der die Bereitstellung vereinfacht und effizient skalierbar ist.

Wie in Abbildung 4 dargestellt, können Fabrik- und Lagerteams problemlos Bildverarbeitungsfunktionen hinzufügen, ohne die Systemarchitektur zu überarbeiten oder lange Beschaffungsvorlaufzeiten in Kauf nehmen zu müssen.

Die Kameras sind bereits mit allem ausgestattet, was für die visuelle Inspektion und Überwachung benötigt wird, einschliesslich integrierter Konfigurationstools und Streaming-Protokolle.

Diese Plug&Play-Fähigkeit reduziert die Systemkomplexität und verkürzt die Lernkurve. Die meisten Anwender können Streaming-Aufgaben (beide Modelle) oder Aufgaben zur Ereignisaufzeichnung (nur SEC110) ohne umfassende Kenntnisse der industriellen Bildverarbeitung konfigurieren und validieren, was ein schnelleres Prototyping, Testen und Bereitstellen ermöglicht.

Bei Nachrüstungen oder schrittweisen Upgrades bietet die Serie SEC100 eine praktische Möglichkeit, ältere Geräte mit minimaler Verdrahtung oder Ausfallzeit intelligenter zu machen. Dieser Ansatz verlängert die Lebensdauer bestehender Systeme und reduziert gleichzeitig die Investitionskosten und den technischen Aufwand.

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Unterstützung von skalierbaren, Edge-basierten Bildverarbeitungsarchitekturen

Die Serie SEC100 unterstützt den allgemeinen Trend zur intelligenten Automatisierung in der Industrie 4.0, bei der dezentrale, leichtgewichtige Bildverarbeitungswerkzeuge näher an Maschinen und Prozessen eingesetzt werden. Mit Standard-Kommunikationsprotokollen, REST-API-Steuerung und industrieller Ethernet-Integration können die Kameras in bestehende Systeme eingebettet oder als eigenständige Überwachungs- und Diagnosetools verwendet werden.

Durch die Minimierung der Kosten und des Integrationsaufwands erweitert Sick den Zugang zur industriellen Bildverarbeitung für kleine und mittelständische Hersteller und margensensible Branchen wie die Verpackungs-, Lebensmittel- und Getränkeindustrie sowie kostenbewusste Logistikbetriebe.

Die Serie SEC100 bietet ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Sie bietet eine kurze Amortisationszeit, reduzierten Schulungsaufwand und eine vielseitige Plattform, die eine intelligentere Edge-Automatisierung ermöglicht – sei es für gezielte, schrittweise Upgrades oder eine umfassendere digitale Transformation.

Zum Autor

Der Autor Rolf Horn, Applikationsingenieur bei Digikey, ist seit 2014 in der Europäischen technischen Support-Gruppe tätig und in erster Linie für die Beantwortung aller Art von Entwicklungs- und Ingenieurtechnischen Fragen von Endkunden in DACH (Deutschland, Österreich & Schweiz) und BeNeLux (Belgien, Niederlande & Luxemburg) sowie für das Schreiben und Korrekturlesen von deutschen Artikeln und Blogs auf den Plattformen Techforum und maker.io von DK zuständig. Vor seiner Zeit bei Digikey arbeitete er bei verschiedenen Herstellern im Halbleiterbereich mit Schwerpunkt auf eingebetteten FPGA-, Mikrocontroller- und Prozessorsystemen für IoT, Industrie- und Automobilanwendungen.

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