Anspruchvolles Geschäftsjahr Maxon mit stabilem Ergebnis 2020

Redakteur: Silvano Böni

Die Maxon Gruppe hat im anspruchsvollen Geschäftsjahr 2020 den Umsatz nahezu halten können, dies trotz der schwierigen Marktverhältnisse aufgrund der COVID-19-Situation. Der Umsatz belief sich auf 553,5 Millionen Franken, gegenüber 567,8 Millionen Franken im Vorjahr.

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(Bild: Philipp Schmidli / Maxon)

«2020 war für uns eine nie dagewesene Achterbahnfahrt», sagt Karl-Walter Braun, Hauptaktionär der Maxon Gruppe. Das Unternehmen kämpfte mit wegfallenden Umsätzen in den Bereichen Automobilindustrie und Luftfahrt, konnte diese aber grösstenteils kompensieren durch den grossen Bedarf an Antrieben für die präzise Laborautomation sowie für Beatmungsgeräte im Kampf gegen Corona. «Tatsächlich sind es unsere weltweite Präsenz und unsere internationalen Kunden, die in den verschiedensten Märkten und Anwendungen tätig sind, dank derer wir die Pandemie bewältigen konnten.» Auch während des Shutdown war Maxon in der Lage, die Lieferketten aufrechtzuerhalten. «Dies belegt einmal mehr, wie widerstandsfähig gut vernetzte globale Wertschöpfungsketten und weltweit breit aufgefächerte Kontakte sind», so Karl-Walter Braun.

Die Forschung & Entwicklungs-Abteilung (F&E) sowie der Verkauf waren besonders gefordert im letzten Jahr. «Zum einen war ein direkter Kontakt beim Kunden unmöglich. Zum anderen war auch der direkte Lieferantenkontakt zur genauen Abklärung technischer Machbarkeiten oder Liefermöglichkeiten schwierig.» mMxon beschäftigt weltweit in der F&E rund 330 Mitarbeitende und investiert rund 35 Millionen Franken in diesen Bereich.

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Weiterhin hohe Innovationskraft

Auch unter erschwerten Bedingungen brachte Maxon mehrere neue Produkte im Bereich der präzisen Antriebstechnik auf den Markt. Dazu gehören Mikromotoren für Medizinroboter, aber auch Multi-Achs-Controller für hochdynamische Positionieraufgaben. «Einen besonderen Höhepunkt bildete die Mars-Expedition mit den ersten Fahrten des Rovers Perseverance, ausgerüstet mit Maxon BLDC-Motoren, und die erfolgreichen Flüge des Mars-Helikopters Ingenuity, ausgerüstet mit sechs maxon Motoren», sagt Eugen Elmiger, CEO der maxon Gruppe. «Jetzt schon sind alle Erwartungen übertroffen worden, was Länge, Höhe und Dauer seiner Flüge anbelangt.»

Auch auf der Erde zeigt Maxon Innovationskraft. Im Bereich Medizin etwa entwickelt das Unternehmen zusammen mit einem Kunden minimalinvasive Aortapumpen, die für eine schnelle Genesung von Herzpatienten sorgen. In der Intralogistik wiederum kommen vermehrt intelligente Motion Control Lösungen für AGV’s zum Einsatz. Gleichzeitig hat der Antriebspezialist in den letzten Monaten eine Neuheit für die E-Mobilität entwickelt: Diesen Sommer präsentiert Maxon mit dem Bikedrive Air ein leichtes und unsichtbares E-Bike System bestehend aus Mittelmotor, integrierter Batterie und Bedienelement, welches nur 3.5 Kilogramm wiegt und von Fahrradherstellern in elegante Rahmen integrieren werden kann. Das E-Bike System wird exklusiv für Fahrradhersteller weltweit erhältlich sein.

Mit Zuversicht in die Zukunft

Mit dem laufenden Geschäftsjahr zeigt sich Maxon zufrieden. Aufgrund der hohen Bestellungen kämen die Lieferanten an ihre Kapazitätsgrenzen, so Eugen Elmiger. «Die Folge davon sind Lieferengpässe bei uns.» Das Unternehmen wird sich auch künftig weiter in Richtung Systemlieferant entwickeln. «Der Kunde soll alles aus einer Hand erhalten, was er aus der Antriebstechnik im weitesten Sinne für seine Produkte benötigt. Dies umfasst Motoren, Getriebe, Elektronik, Motorsteuerungen und Plugin-Lösungen», sagt Eugen Elmiger. «Darüber hinaus arbeiten wir mit Hockdruck daran, digitaler Leader in der Antriebstechnik zu werden.»

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