Digitale Logistikprozesse sorgen für Prozesssicherheit, Fehler- und Kosten-Reduktion in Echtzeit. Mithilfe mobiler Datenerfassung werden beim Filmtechnikhersteller Arri Prozesse in der Materialwirtschaft und Produktion optimiert und beschleunigt.
Das Filmtechnikunternehmen Arri ist führend in der Entwicklung ganzheitlicher Lösungen für die Film-, Fernseh- und Medienindustrien.
(Bild: Membrain)
Um in der produzierenden Industrie für die aktuellen Herausforderungen gewappnet zu sein, sind Digitalisierungsstrategien das probate Mittel. Nur so können reibungslose Abläufe von Unternehmensprozessen gewährleistet werden. Deshalb befinden sich viele Firmen derzeit in einer digitalen Transformationsphase. Dabei werden Themen wie mobiles Arbeiten, Automatisierung von Prozessen sowie die Vernetzung von Systemen nachhaltig vorangetrieben. Im Rahmen dieser digitalen Transformation kommen verstärkt auch Lösungen zur mobilen Datenerfassung mit Hilfe von Apps zum Einsatz. Diese gehören mittlerweile in vielen Unternehmensbereichen zum festen Bestandteil des Arbeitsalltags. So auch bei dem global agierenden Filmtechnikunternehmen Arri, das führend in der Entwicklung, Herstellung und Vermarktung von Kamera- und Beleuchtungssystemen sowie ganzheitlichen Lösungen für die Film-, Fernseh- und Medienindustrien ist. Smarte Apps digitalisieren diverse Unternehmensprozesse und Materialflüsse in Echtzeit am Hauptsitz in München sowie an den Standorten von Arri Lighting in Stephanskirchen und Brannenburg. Dabei eliminiert die mobile Lösung fehleranfällige Papierprozesse. Im Ergebnis werden manuelle Datenerfassungen reduziert sowie Abläufe in der Logistik, Materialwirtschaft und Produktion erheblich beschleunigt und optimiert.
Manuelle Abläufe durch Digitalisierung reduzieren
Eine kontinuierliche und lückenlose Erfassung und Verwaltung der Bestände im Lager sowie Informationen über die Materialflüsse bilden die entscheidende Grundlage für reibungslose Prozesse. Bis zur Umsetzung einer weitläufigen Digitalisierung wurden bei Arri die Daten für diverse Logistikprozesse, u. a. Ein-, Aus- und Umlagerungen, Bearbeitung von Transportaufträgen, Inventurerfassung, handschriftlich erfasst und dann manuell ins SAP-System übergeben. Dieser Prozess war nicht nur sehr zeitaufwendig, sondern auch fehleranfällig. «Bei einer manuellen Erfassung besteht zudem die Gefahr, dass Schreibfehler auftreten, anschliessende Eingabefehler passieren und somit die Richtigkeit der Daten nicht mehr gewährleistet ist», berichtet Christian Gross, Projektleitung bei Arri. Diese Abläufe sollten verbessert sowie beschleunigt werden, um zeitnahe Buchungsvorgänge bei gleichzeitiger Reduktion von Erfassungsfehlern, Papierbedarf und Kosten zu erreichen. Um jederzeit zu wissen, wo sich die Teile im Lager befinden, sollte bei Arri auch der Materialfluss durchgängig digital dargestellt werden.
Nach Zielsetzung und Definition der Anforderungen wurden verschiedene Anbieter in Betracht gezogen, vom Projektteam geprüft und nach geforderten Kriterien bewertet. Letztlich fiel die Wahl auf die Lösung von Membrain. Die Datendrehscheibe Membrain-IoT – Plattform für Industrie 4.0 ermöglichte eine einfache Anbindung aller Systeme sowie leistungsstarke Apps für den Fachbereich. «Die Lösung hat alle für uns relevanten Anforderungen erfüllt und erhielt somit die beste Gesamtbewertung», so Christian Gross. «Neben der guten Schnittstellenanbindung, einfachen Skalierbarkeit sowie weitgehender ERP- und Betriebssystemunabhängigkeit überzeugte die Lösung auch wegen des übersichtlichen User Interfaces und der sinnvollen Erweiterungsmöglichkeiten wie beispielsweise Labeldruck oder MES.»
Implementierung der MDE-Lösung
Bei der Implementierung der Lösung ging es insgesamt darum, diverse Prozesse der SAP- Module MM und WM mobil durchführen und Auftragsdaten sowie Materialinformationen im Hintergrund aus SAP auszulesen zu können. Zu Projektbeginn wurde ebenfalls die Entscheidung des mobilen Betriebssystems der Scanner getroffen. Dabei wurde sich gegen Windows 10 und für Android in Verbindung mit Mobilscannern der Firma Zebra entschieden. «iOS war nicht relevant, da es im operativ-physischen Logistikbereich aufgrund der Beschaffenheit (Fallsicherheit, Staubschutz) nicht einsetzbar ist», so Christian Gross. Um die restliche Netzwerkumgebung nicht zu beeinflussen, wurde ein VLAN für die Kommunikation der Android-Geräte mit dem Membrain-Server eingerichtet. Parallel dazu entwickelte Membrain die erste Version der App für die Zebra-Scanner. Das Projektteam kümmerte sich um die internen SAP-Berechtigungen und Einstellungen sowie die Technik für MES-Anwendungen in der Produktion.
Logistikprozesse mobil in Echtzeit abbilden
In der Firmenzentrale von Arri in München sowie an den Standorten Stephanskirchen und Brannenburg ist die Membrain-Lösung zur mobilen Datenerfassung (MDE) für die Logistik sowie zur Nutzung der REST-Schnittstelle seit 2019 im Einsatz. Dank der mobilen Geräte können seitdem Vorgänge rund um die Materiallogistik direkt erfasst und verbucht werden. Mobil können nun Prozesse für Warenein- und -ausgang für Fertigungsaufträge, Umlagerung und Kommissionierung mobil durchgeführt werden. Zudem erfolgt das Auslesen und Schreiben von SAP-Produktionsdaten über den Membrain-Server. Der Datenabgleich verläuft dabei in Echtzeit, wenn eine Netzverbindung besteht. «Falls keine Verbindung besteht, werden die Vorgänge gepuffert und bei Netzwerkverfügbarkeit sofort übermittelt», so Christian Gross. Das ermöglicht ein ungestörtes und unterbrechungsfreies Arbeiten. Der Anwender kann sich so ausschliesslich auf seine Aufgaben konzentrieren.
Stand: 08.12.2025
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Bei Arri werden mit der Membrain-Lösung auch die Prozesse im AKL (Automatisches Kleinteile-Lager) am Standort in München per Mobilgerät und Ein- und Auslagerungen, was über eine interne Pick-by-Light-Lösung abgewickelt wird, erfasst. Durch die Materialerfassung in Echtzeit lassen sich die entsprechenden Datensätze jederzeit abrufen. So liegen fortlaufend Informationen darüber vor, an welchem Lagerort sich das jeweilige Material befindet. Dies ist gleichzeitig auch hilfreich für die Produktionsplanung und trägt zu mehr Effizienz in der Produktion bei.
Unter Verwendung der REST-Schnittstelle werden darüber hinaus weitere Materialinformationen ausgelesen. Hierfür sind LED-Streifen auf den Lagerregalen und Montagewägen angebracht. In Verbindung mit dem Android-Handheld mit integrierten Barcodescanner und einer darauf installierten Android-App können Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einfach Material suchen und erhalten am Regal ein visuelles Feedback. «Gerade bei Kleinteilregalen ist dies hilfreich, da lange Suchzeiten reduziert werden können», so Christian Gross.
Abläufe in Logistik, Materialwirtschaft und Produktion erheblich optimiert
Mithilfe der mobilen Datenerfassungslösung von Membrain ist es Arri gelungen, die Materialflüsse erfolgreich zu digitalisieren, mobil verfügbar zu machen und ins SAP-System zu bringen. So konnten die Abläufe in der Logistik, Materialwirtschaft und Produktion erheblich optimiert werden. «Seit Einsatz der Lösung haben sich unsere Material-Durchlaufzeiten sowie gleichzeitig Datenfehler reduziert», stellt Christian Gross fest. Die Zeiteinsparung bei den Buchungsvorgängen und auch der reduzierte Papierbedarf führten dank der mobilen Lösung zu einer erheblichen Kostenreduktion. «Die mobilen Geräte werden von unseren Mitarbeitern im Lager und in der Produktion gerne und durchgängig genutzt, denn sie bieten eine enorme Arbeitserleichterung», so der Arri-Projektleiter. Inzwischen sind auch weitere Stationen, wie zum Beispiel Lagerplätze, mit QR-Code-Labels ausgestattet. Dies führte zu beschleunigten Prozessen, da weniger manuelle Handeingaben notwendig sind.
Künftig plant Arri, weitere Prozesse der Logistik und Produktion über die Lösung abzubilden und das System entsprechend auszubauen. Auch sind weitere Anwendungen über die REST-Schnittstelle geplant. Dabei spielt die modulare und skalierbare IT-Architektur der Membrain-IoT – Plattform für Industrie 4.0 eine wichtige Rolle, denn sie ermöglicht, laufend neue Funktionen zu implementieren. So wird die Digitalisierung bei Arri kontinuierlich vorangetrieben, um den Optimierungsgrad aller logistischen Abläufe und Prozesse künftig noch weiter zu erhöhen.