Um heute Prozesse optimieren zu können, werden grosse Datenmengen benötigt. Die Kommunikationstechnologie IO-Link Safety geht hier neue Wege: Sie ermöglicht eine sichere Datenübertragung bis zum «letzten» Sensor im Feld. Damit schafft IO-Link Safety die Voraussetzung für mehr Maschinenverfügbarkeit und eine flexiblere Automatisierung.
Das IO-Link Safety-Paket aus Master, Sensoren sowie Feldgeräten und passendem Zubehör von Pilz unterstützt mit Blick auf das Internet der Dinge IIoT vernetzte Maschinen und Anlagen herstellerungebunden bis auf die Sensor- bzw. Feldebene.
(Bild: Pilz)
Dabei nutzt IO-Link Safety die Punkt-zu-Punkt-Kommunikation: Sie lässt eine schnelle, einfache und sichere Integration von Sicherheitssensoren bis ins Feld zu.
Zertifizierter Master für eine flexible IO-Link Safety
Aktuell stehen für die sichere Kommunikation ins Feld erste IO-Link-Safety-Geräte bereit: Der Sicherheitsexperte Pilz zum Beispiel bietet eine Komplettlösung IOLS mit Master, Sensoren, Feldgeräten sowie passenden Konfigurationstools. Solche kompletten Pakete aus einer Hand bedeuten für den Anwender, dass er die IO-Link-Safety-Technologie bzw. deren Geräte oder Sensoren wesentlich einfacher in seine Anlage integrieren kann. Passende Konfigurationstools unterstützen den Anwender dabei zusätzlich. Wenn erforderlich, können Anwender auch IO-Link-Geräte sowie marktübliche Sicherheitssensoren integrieren. Wie beispielsweise mit dem IO-Link Safety Master PDP67 mit IP67 und IP69K-Schutz von Pilz, dem Stand heute einzigen zertifizierten Master mit dieser Technologie. Wenn Anwender ihn einsetzen, können sie flexibel entscheiden, was sie anschliessen möchten.
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Denn der IO-Link Safety Master PDP67 kann sowohl IO-Link Safety-Signale, FailSafe- als auch IO-Link- und Standardsignale verarbeiten. Zudem lassen sich klassische Sicherheitssensoren – beispielsweise mit OSSD-Ausgängen – oder auch Aktoren im Feld anschliessen.
IO-Link Safety einfach und platzsparend integrieren
Die Kommunikation über IO-Link Safety läuft grundsätzlich immer über ungeschirmte Kabel, da nur eine kurze Distanz von bis zu 20 Metern überbrückt werden muss. Wozu IO-Link Safety industrieübliche Anschlüsse nutzt. Die Verdrahtung wird durch die Verwendung von IP67-Geräten mit M12-Rundsteckverbindern erleichtert und ist dadurch besonders effizient.
Denn statt komplexer Verkabelungen, verbinden Anwender über eine einfache Punkt-zu-Punkt-Verbindung. D.h., es ist ausreichend den Port am Master korrekt zu konfigurieren. Weiterer Pluspunkt: Beim IOLS-Master von Pilz zum Beispiel ersetzt der Anschluss eines Sensors an IP67 I/O über genormte M12-Steckverbindungen die gesamte Eingangsverdrahtung zum Schaltschrank (Einkabellösung). Dazu lässt sich die Applikation über das Softwaretool PASconfig einfach konfigurieren und in Betrieb nehmen. Das verkürzt die Integration und minimiert andererseits zukünftige Ausfallzeiten im Feld.
Da die M12-Stecker beim IO-Link-Safety-Protokoll grundsätzlich kodiert sind, reduziert sich das Risiko eines falschen Anschlusses. Zwar ist es mechanisch möglich, einen Sensor an den falschen IO-Link-Safety-Port anzuschliessen, doch das Programm würde einen Fehler sofort melden. Und da es sich um Sicherheitssensoren handelt, läuft die Maschine gar nicht erst an – so gibt es bei einem Fehler keine gefährlichen Zustände. Daher: Nicht nur das Verdrahten, sondern auch die Fehlersuche ist mit dieser Technologie weitestgehend automatisiert und gestaltet sich unkompliziert – IO-Link Safety liefert die Daten für die Diagnose gleich mit.
Ein weiterer Vorteil dieser Kommunikationstechnologie ist es, dass sich alle Geräte in der verketteten Anlage eigenständig identifizieren und parametrieren lassen. Auch sind bei einem Geräteausfall bzw. -tausch alle Parameter automatisch auf das neue Gerät übertragbar. Zusätzlich können Anwender sie entweder in der Steuerung oder – wie bei Pilz – auf einer SD-Karte im Master speichern. Damit reduziert dieses sichere Kommunikationsprotokoll die sonst benötigten Zeiten für Installation, Inbetriebnahme und Wartung deutlich.
IO-Link Safety für einfache Installation und umfassende Diagnose
Die IO-Link Safety-Technologie kann Anwender insbesondere auch mit Blick auf die Produktivität gut unterstützen: Bei Pilz verfügen die Geräte im IO-Link-Safety-System IOLS über eine Funktion zur Selbstdiagnose, wobei die IOLS-Sensoren Information über den Ist-Zustand bereitstellen. Beispielsweise wie häufig die Wartungstür geöffnet, der Not-Halt betätigt oder in Lichtgitter eingegriffen wurde. Diese Informationen werden dann in der übergeordneten Steuerung erfasst und lassen sich zur Erstellung passender Konzepte zur Fehlerbehebung nutzen. Wenn auch Bedieneinheiten wie PITgatebox IOLS von Pilz in einem IO-Link-Safety-System zur Verfügung stehen, dann können sicherheitsrelevante Daten und Diagnosedaten übermittelt werden, beispielsweise zum Betriebszustand der Bedieneinheit und zum Türstatus von Sicherheitszuhaltungen.
Wobei der IO-Link Safety Master diese Daten direkt an die Anlagensteuerung übermittelt. Sichere Schutztürsysteme lassen sich so einfach, sicher und flexibel realisieren. Fazit: IO-Link Safety vereinfacht die Installation und bietet dennoch umfassende Diagnosemöglichkeiten.
Stand: 08.12.2025
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