Machine Vision neu gedacht: Verborgene Chancen erkennen
KI-basierte Bildverarbeitung für mehr Transparenz

Quelle: Maddox 7 min Lesedauer

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Bei der Entwicklung von Anlagen auf Basis eines Bildverarbeitungssystems zeigt sich oft erst nach der Fertigstellung einer Anlage, ob die Machine Vision-Aufgabe komplett entsprechend der Vorgaben gelöst wird. Maddox AI verlässt hier mit einem neuen Ansatz ausgetretene Pfade und reduziert das Kundenrisiko durch ein ungewöhnliches Geschäftsmodell. Das Unternehmen baut dabei auf den Einsatz innovativer KI-Werkzeuge.

Die benutzerfreundliche Datenmanagement-Plattform von Maddox AI erlaubt eine verständliche Fehler-Visualisierung und unterstützt Anwender bei der schnellen Fehlerannotation.(Bild:  Maddox AI)
Die benutzerfreundliche Datenmanagement-Plattform von Maddox AI erlaubt eine verständliche Fehler-Visualisierung und unterstützt Anwender bei der schnellen Fehlerannotation.
(Bild: Maddox AI)

Die Entwicklung einer komplexen Anlage mit integrierter Bildverarbeitung für die Qualitätsprüfung kostet immer Nerven, vor allem aber Zeit und Geld. Üblicherweise trägt dabei der Käufer der Anlage einen Grossteil des Risikos, weiss Peter Droege, einer der Gründer und CEO des Tübinger Unternehmens Maddox AI: «Bis zur Installation und der Integration einer Prüfanlage in die Produktion haben Kunden oft bereits bis zu 90 Prozent des gesamten Projektbudgets bezahlt, obwohl damit nur die eher klassischen Automatisierungsanteile einer Anlage abgedeckt werden. Der risikoreichere Teil besteht darin, den Einsatz der automatisierten Inspektion vorzubereiten und ihre ausreichend präzise Funktion im Regelbetrieb sicherzustellen. Da zu diesem Projektzeitpunkt nur noch die letzten 10 bis 15 Prozent der Zahlung ausstehen, kann die Motivation von Maschinenbauern und Systemintegratoren schon mal schwinden, die Anlage optimal und schnell zum Laufen zu bekommen.»

Dieses Risiko übernimmt Maddox AI mit einem neuen Ansatz abseits der üblichen Pfade, so Droege: «Wir stimmen zu Projektbeginn zunächst alle wichtigen Key Performance-Indikatoren mit unseren Kunden ab. Im zweiten Schritt installieren und integrieren wir die optimal für die vorliegenden Anforderungen ausgewählte, zertifizierte Vision-Hardware in den jeweiligen Produktionsprozess und beginnen dann mit dem Sammeln und Annotieren von Bilddaten. Auf dieser Basis trainieren wir anschliessend KI-Modelle für die Anwendung. Bis zu diesem Punkt sind unsere Leistungen für den Endkunden kostenfrei.» Erst wenn alle zuvor festgelegten KPIs erfüllt sind, d.h. die KI-Modelle akkurat und ausreichend schnell alle relevanten Defekte im Regelbetrieb identifizieren, kommt es laut Droege zum kostenpflichtigen Lizenzvertrag. Für den dann folgenden Einsatz der KI-Modelle und der Weiterentwicklung liefert Maddox AI regelmässige Software-Updates, die im Rahmen jährlicher Software-as-a-Service (Saas)-Gebühren abgerechnet werden. So umgeht das Tübinger Unternehmen die wirtschaftlichen Unsicherheiten herkömmlicher Vision-Entwicklungsprozesse im Sinne seiner Kunden auf elegante Weise.