Dank künstlicher Intelligenz Porsche ermöglicht einfache Digitalisierung der Lieblingsstrecke

Von Silvano Böni

Die schönsten Strassen immer und immer wieder neu erfahren, ohne sie tatsächlich unter die Räder nehmen zu müssen: Dafür entwickelt Porsche in Zusammenarbeit mit dem Schweizer Start-up Way Ahead Technologies die innovative Software-Lösung Virtual Roads.

(Bild: Porsche)

Das Projekt Virtual Roads soll Autofahrern die Möglichkeit bieten, ihre persönlichen Lieblingsstrecken schnell und einfach aus der Realität in ein Videospiel zu übertragen. Durch das Innovationsprojekt lässt sich in Zukunft jede beliebige Strecke mit Hilfe eines Smartphones hinter der Windschutzscheibe und der entsprechenden App aufzeichnen und vollautomatisch in die virtuelle Welt transferieren. Dafür werden die gemachten Aufnahmen von Strasse und Umgebung mittels einer Software in eine 3D-Umgebung umgewandelt.

KI-Unterstützung

«Wenn man Menschen nach der schönsten Strecke fragt, kommt jedem seine eigene, ganz persönliche Route in den Sinn. Dabei machen vor allem die charakteristischen Merkmale der Topografie den Reiz aus – ganz egal, ob es ein besonderer Alpenpass oder eine legendäre Küstenstrasse ist», sagt Robert Ader, Chief Marketing Officer (CMO) bei Porsche, in dessen Bereich das Projekt verantwortet wird. «Für diesen Wiedererkennungseffekt wollen auch wir sorgen. Mit einem deutlich vereinfachten Digitalisierungsprozess, der es jedem erlaubt, seine Lieblingsstrecke virtuell zu fahren.» Möglich macht dies eine eigens entwickelte Software, die unter anderem mit künstlicher Intelligenz die Strasse und ihre nähere Umgebung wie Leitplanken und Bäume erfasst und sie dann möglichst originalgetreu und schnell in Form einer digitalen 3D-Darstellung gestaltet. Dafür kann das von Way Ahead Technologies entwickelte Programm auf ein umfangreiches grafisches Archiv zurückgreifen. Datenschutz spielt bei der Entwicklung eine wichtige Rolle: Das Programm stellt sicher, dass andere Verkehrsteilnehmer nicht den Weg aus der realen in die virtuelle Welt finden.

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Am Limit – ohne Gefahr

Ambitionierten Fahrern bietet sich so gefahrlos die Möglichkeit, eine besonders anspruchsvolle Strecke auch sportlich in Angriff zu nehmen, Zeiten zu speichern und sich mit anderen zu messen. Darüber hinaus bietet die Technologie vielfältige Einsatzmöglichkeiten in weiteren Szenarien. «Nach mehrjähriger Entwicklungsarbeit ist unsere Software mittlerweile so weit fortgeschritten, dass sie für Virtual Roads die Digitalisierung von Strecken mit bis zu acht Kilometern Länge je nach Komplexität in unter einer Stunde umsetzen kann», so Roger Rueegg von Way Ahead Technologies. «Zugleich überprüfen wir aktuell weitere Möglichkeiten und Funktionen.» Denkbar sei beispielsweise, zukünftig auch Daten der Fahrzeugsensorik wie Querbeschleunigung oder Fahrwerkregelung zu erfassen und zu nutzen.

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