90 Jahre Antriebstechnik Jubiläum bei SEW Eurodrive

Redakteur: Silvano Böni

Das Jahr 2021 ist für Antriebsautomatisierer SEW Eurodrive ein ganz besonderes. Am 13. Juni 1931 gründete Christian Pähr die «Süddeutschen Elektromotoren Werke» in Bruchsal. 1945 übernahm Ernst Blickle, Christian Pährs Schwiegersohn, die Geschäftsführung und legte mit vielen visionären Entscheidungen und Entwicklungen schon damals den Grundstein für das heutige Grossunternehmen.

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(Bild: Thomas Rebel / SEW Eurodrive)

Der Antriebsautomatisierer SEW Eurodrive feiert in diesem Jahr sein 90-jähriges Bestehen. Am 13. Juni 1931 gründet der Bankkaufmann Christian Pähr die «Süddeutschen Elektromotoren Werke», SEW, im nordbadischen Bruchsal. Verschiedene Elektro- und Getriebemotoren, eine Elektro-Bandsäge, ein Hobler, eine Elektro-Kreissäge und Schleifmotoren bilden das Produktionsprogramm des «Start-ups». Nur vier Jahre nach der Gründung verstirbt er im Alter von 70 Jahren. Fortan leitet seine Witwe Kunigunde Pähr das Unternehmen, unterstützt von der gemeinsamen Tochter Edeltraut. 1945 übernimmt Ernst Blickle, Edeltraut hatte zwischenzeitlich geheiratet, die Geschäftsführung des Unternehmens und in den Folgejahren begann ein unvergleichliches Wachstum.

Mitte der 1960er Jahre gelang es SEW, ein modulares Baukastensystem für die Herstellung von Getriebemotoren zu entwickeln. Auf der Basis einer überschaubaren Anzahl von standardisierten Einzelteilen und Baugruppen war es von nun an problemlos möglich, wirtschaftlich und in kurzer Zeit Antriebslösungen zu realisieren, die nicht nur durch ihre Vielseitigkeit, sondern auch durch ihre gleichbleibend hohe Qualität überzeugten.

Gleichzeitig mit der Entwicklung des Baukastensystems, forcierte das Unternehmen den Weg auf die internationalen Märkte. Aufgrund der permanent steigenden Auslandsnachfrage war es für Ernst Blickle schon Anfang der 1960er Jahre eine beschlossene Sache, dass die Antriebslösungen von SEW-Eurodrive auch direkt vor Ort in den Märkten der Kunden montiert werden müssten. Den Anfang machte 1960 die Gründung des ersten SEW-Tochterunternehmens im französischen Hagenau. Heute verfügt das Unternehmen über 17 Fertigungs- und 85 Montagewerke sowie eigene Vertriebsniederlassungen und Vertretungen in 52 Ländern.

Anfang der 1990er Jahre entschied sich das Unternehmen unter der Führung von Rainer und Jürgen Blickle – Ernst Blickle verstarb 1986 – zur Eigenentwicklung von Steuer- und Regelungslösungen und dem Aufbau einer entsprechenden Elektronikproduktion. Auch die Elektronik basiert auf dem Baukastensystem und bildet heute eines der wichtigen Standbeine des Unternehmens. Mittlerweile ist die damalige Fabrik zu klein geworden und so wurde 2019 die neue Elektronikfertigung in Bruchsal bezogen.

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