Ein Überblick: Physical AI für mehr Effizienz KI-Agenten und Software für mehr Effizienz im Engineering

Von Beckhoff, Festo, German Edge Cloud und Siemens 8 min Lesedauer

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KI-Agenten ermöglichen mehr Effizienz im Engineering und in der Produktion. Führende Industrieunternehmen präsentieren KI-Agenten und Software, die Aufgaben autonom ausführen und dem Anwender einen Mehrwert bringen. Diese KI-Lösungen beschleunigen Produktion, reduzieren Fehler um bis 80% und demokratisieren Engineering ohne spezielles Programmierwissen.

Beckhoff zeigt Physical AI in der Praxis: TwinCAT CoAgent übersetzt natürliche Sprache in Maschinenbefehle und ermöglicht die intuitive Steuerung komplexer mechatronischer Systeme.(Bild:  Beckhoff Automation)
Beckhoff zeigt Physical AI in der Praxis: TwinCAT CoAgent übersetzt natürliche Sprache in Maschinenbefehle und ermöglicht die intuitive Steuerung komplexer mechatronischer Systeme.
(Bild: Beckhoff Automation)

Ein zentrales Thema für Beckhoff ist die Verschmelzung von künstlicher Intelligenz und klassischer Maschinensteuerung als Basis für Physical AI. Auf der Hannover Messe 2026 hat der Automatisierungsspezialist gezeigt, wie Large Language Models (LLMs) über standardisierte Schnittstellen direkten Einfluss auf reale Bewegungsabläufe nehmen und mit einem dazugehörigen Exponat das Potential dieser KI-Lösung vermittelt.

Twincat Coagent von Beckhoff: Programmierung mit natürlicher Sprache

Die Integration von Physical AI markiert einen Paradigmenwechsel in der Fertigungsindustrie: Eine direkte Kopplung von KI-Modellen mit deterministischer Steuerungstechnik ermöglicht es Maschinen, nicht mehr nur statische Befehle abzuarbeiten, sondern kontextbezogen und autonom auf komplexe Anforderungen zu reagieren. Mit dem KI-Tool Twincat Coagent und einem Audio-Interface für Sprachbefehle veranschaulicht Beckhoff, wie einfach und intuitiv die Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine künftig wird: Komplexe Automatisierungsaufgaben werden dann ohne spezifisches Programmierwissen ausführbar. Zu sehen war dieses Szenario auf der Hannover Messe 2026 als eine voll integrierte Industrieanwendung. Im Fokus steht der modulare Industrieroboter Atro, der über den Twincat Coagent for Operations mittels Sprachbefehlen programmiert und gesteuert wird. Basierend auf dem Model Context Protocol (MCP) agiert die Steuerung als intelligenter Agent, der die menschliche Sprache in Maschinenbefehle übersetzt, die Bahnplanung orchestriert und Diagnoseaufgaben übernimmt. Die Physical-AI-Applikation wird spielerisch veranschaulicht, indem das Exponat gegen Messebesucher Schach spielt. Bereits heute bietet Beckhoff mit Tools wie Twincat Coagent und Twincat Machine Learning Creator ein Ökosystem, das als Enabler für diese neue Ära der Automatisierung dient. Die Tools unterstützen Maschinenbauer über den gesamten Lebenszyklus – von der Code-Generierung im Engineering bis hin zur Fehleranalyse im laufenden Betrieb. «Wir bringen die KI aus den Chat-Fenstern direkt in die Maschine und ermöglichen Sprachmodellen durch neue Standards wie MCP den Zugriff auf die reale Steuerungswelt», ordnet Hans Beckhoff, geschäftsführender Inhaber von Beckhoff, die aktuelle Entwicklung ein. «Technische Erfindungen bestimmen seit jeher die Entwicklung der Gesellschaft. Künstliche Intelligenz und Physical AI werden diese Rolle mit derselben Tragweite übernehmen wie einst Dampfmaschine und Elektrizität.»

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Bom Dia Brasil – Erste Demonstration zur Eröffnung der Hannover Messe

Beim traditionellen Eröffnungsrundgang auf der Hannover Messe am 20. April 2026 besuchte auch Bundeskanzler Friedrich Merz Beckhoff Automation. Johannes Beckhoff, Produktmanagement bei Beckhoff Automation, präsentierte den Gästen genau diese Lösungen, die Verschmelzung von Künstlicher Intelligenz und klassischer Maschinensteuerung als Basis für Physical AI. Anhand des Technologiedemonstrators, in dem Spielsteine mit Zahlen und Buchstaben vom modularen Industrieroboter Atro bewegt werden können, zeigte er, dass nicht nur die Programmierung von Maschinen, sondern auch die Steuerung selbst durch die KI erfolgen können. Dabei läuft die KI komplett lokal in der Maschine – unabhängig von Cloud-Diensten. «Das bedeutet, dass die Maschinenbetreiber die Hoheit über die KI und auch über ihre Daten haben», so Johannes Beckhoff. Der Bundeskanzler gab der in die Automatisierungssoftware Twincat integrierten Künstlichen Intelligenz per Texteingabe den Befehl, eine Begrüssung für das Partnerland Brasilien aus den im Demonstrator befindlichen Buchstaben zu legen. Daraufhin führte die KI die Aufgabe durch und gab dem Roboter über die Steuerung in Echtzeit Kommandos, die Worte «Bom dia Brasil» (Guten Tag Brasilien) zu bilden. Dazu erklärte Johannes Beckhoff: «Wir haben der Maschine ein richtiges Gehirn gegeben. Dieses sogenannte ‚Machine Brain‘ zeigt beispielhaft, dass KI nicht nur Texte oder Bilder generiert, sondern mit der physischen Welt interagieren kann.»

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