Swiss Telecommunication Summit 2026 Digitale Souveränität der Schweiz

Von Anne Richter 1 min Lesedauer

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«Vernetzte Schweiz oder digitales Reduit?» - das war die Frage des Swiss Telecommunication Summit 2026, der am 25. Juni 2026 in Bern stattfand. Viele hockarätige Sprecher aus der ganzen Welt, Vertreter grosser Telekommunikationsunternehmen, von Start-ups, von Tech-Unternehmen und des öffentlichen Sektors haben die digitale Souveränität aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet.

Judith Bellaiche, Präsidentin des Schweizer Verbands der Telekommunikation (asut) in Ihrer Begrüssungsredezum Swiss Telecommunications Summit am 25. Juni 2026 in Bern.(Bild:  Anne Richter, VCG)
Judith Bellaiche, Präsidentin des Schweizer Verbands der Telekommunikation (asut) in Ihrer Begrüssungsredezum Swiss Telecommunications Summit am 25. Juni 2026 in Bern.
(Bild: Anne Richter, VCG)

Am 25. Juni hat der Schweizerische Verband der Telekommunikation (asut) nach Bern zum Swiss Telecommunication Summit 2026 eingeladen. Diskutiert wurden Themen rund um die digitale Souveränität der Schweiz und stand unter der Überschrift: «Vernetzte Schweiz oder digitales Reduit? Zwischen Offenheit und Abschottung in einer vernetzten Welt.» Schon in ihrer Begrüssungsrede stellte asut-Präsidentin Judith Bellaiche die Frage, wie sinnvoll digitale Mauern sind und wie in der Praxis mit der Souveränität umgegangen werden soll. Wenn es um Digitalisierung im öffentlichen Sektor geht, gibt es keinen Weg an Estland vorbei. Daher war die inspirierende Rede von Siim Siklent aus Estland sehr motivierend für die Digitalisierung im öffentlichen Sektor. Er riet dazu, zu akzeptieren, dass es Risiken gibt und dass sie gemananged werden müssen. Ausserdem erteilt er dem Perfektionismus eine Absage, gut genug ist demnach gut genug.

Ein weiterer sehr interessanter Gast war Andy Yen, Gründer und CEO von Proton, der in einer Art Interview über die Schlüsselrolle der Cloud gesprochen hat. Er hat zum Aufbau eigener, vertrauenswürdiger europäischer Cloud- und Infrastrukturlösungen aufgerufen. Er sieht die Gefahr, dass mit den geplanten Schweizer Überwachungsgesetzen Firmen gezwungen sein könnten, ihre Server aus der Schweiz zu verlagern.

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Überraschungsgast war die Botschafterin der Vereinigten Staaten in der Schweiz und Liechtenstein. Sie versuchte um Vertrauen in die USA zu werben. Der Höflichkeitsapplaus am Ende ihrer Rede bezeugte aber eher die Skepsis vieler Besucher.

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