Leistungselektronik: Grossinvestition von ABB Spatenstich für globales Kompetenzzentrum

Von Andreas Leu

Das neue Smart Building ist Teil einer Grossinvestition von ABB im Umfang von 40 Millionen Franken in den Standort Untersiggenthal. Damit stärkt das Unternehmen seine führende Position im Bereich der Leistungselektronik.

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Visualisierung des künftigen Multifunktionsgebäudes von ABB in Untersiggenthal
Visualisierung des künftigen Multifunktionsgebäudes von ABB in Untersiggenthal
(Bild: ABB)

Im Beisein von Politik und Medien hat ABB am 9. Dezember 2021 in einem symbolischen Spatenstich mit dem Bau ihres neuen Multifunktionsgebäudes am Standort Untersiggenthal (AG) begonnen. Das Bauprojekt gehört zu der mit 40 Millionen Franken grössten Investition der letzten zehn Jahre von ABB in der Schweiz. Bis Ende 2023 entsteht ein Smart Building mit rund 500 Arbeitsplätzen für Forschung und Entwicklung, Verkauf und Service sowie Projektabwicklung. Zugleich soll es höchsten Ansprüchen der Zusammenarbeit, Innovation und Nachhaltigkeit genügen.

Raum für 500 fortschrittliche Arbeitsplätze

ABB investiert damit in die Modernisierung und Stärkung ihres globalen Kompetenzzentrums für Leistungselektronik, einer Schlüsseltechnologie für mehr Energieeffizienz in Mobilität, Industrie und Gewinnung erneuerbarer Energien. Leistungselektronik ermöglicht es, Strom je nach Anwendung besonders zuverlässig und effizient in die gewünschte Form umzuwandeln. Zum Einsatz kommt sie in Traktionsumrichtern für Züge, E-Busse und Trams ebenso wie in Umrichtern für Wind- oder Wasserkraftkraftanlagen oder in drehzahlgeregelten Antrieben für Motoren, die bedeutende Energieeinsparungen und Qualitätsverbesserungen erlauben.

«Der ABB-Standort Untersiggenthal zeigt nachdrücklich, wie sich aus dem Hightech-Kanton Aargau heraus Lösungen für den Weltmarkt entwickeln lassen», sagte Stephan Attiger, Landammann des Kantons Aargau. «Wir freuen uns über das konstruktive Miteinander von Politik, Behörden und Unternehmertum, das dazu beisteuert, diese Erfolgsgeschichte weiterzuschreiben.»

«Die grossen Herausforderungen unserer Zeit wie der Klimawandel erfordern ressourcenschonende technische Lösungen. Dank dem innovativen Umfeld, qualifizierten Fachkräften, Hochschulen von Weltruf und Kooperationen mit Kunden und Partnern können wir von Untersiggenthal aus wesentlich dazu beitragen», kommentierte Morten Wierod, Leiter des ABB-Geschäftsbereichs Antriebstechnik und Mit-glied der Konzernleitung. «Deshalb ist dies gleichzeitig eine Investition in die Stärken des Standorts so-wie in die Zukunft.»

Im Zeichen von Innovation und Nachhaltigkeit

Als Technologieunternehmen unterstützt ABB ihre Kunden dabei, die Ressourcen zu schonen, die Energieeffizienz zu steigern und die CO2-Emissionen zu senken. Gleichzeitig verfolgt ABB das erklärte Ziel, im eigenen Betrieb bis 2030 konzernweit klimaneutral zu sein. Der Neubau in Untersiggenthal wird einen substanziellen Beitrag leisten und den Besucherinnen und Besuchern die Vorteile der eingesetzten ABB-Technologien aufzeigen: Intelligente Lösungen zur Gebäudeautomation werden Anwendungen wie Raumklima, Licht und Storen steuern, Frequenzumrichter und Motoren der höchsten Effizienzklasse wer-den Heizung, Kühlung und Lüftung regeln, das Ganze optimiert von einem Energiemanagementsystem. Darüber hinaus wird der Minergie- bzw. Minergie-ECO-Standard für ökologisches Bauen und effizientes Wohnen erfüllt, wofür Grundwasser zum Heizen und Kühlen genutzt, erneuerbare Energie über eine PV-Anlage erzeugt und die Umgebung naturnah gestaltet wird.

ABB entwickelt und fertigt in Untersiggenthal für Kunden weltweit effiziente und nachhaltige Technologielösungen in den Bereichen Antriebstechnik und Prozessautomation, vor allem Stromerzeugung. Als weltweites Kompetenzzentrum für die Weiterentwicklung dieser Technologien nimmt der Standort Untersiggenthal eine entscheidende Rolle ein, da durch die Nähe von Forschungs-, Entwicklungs- und Produktionsstätten ein optimaler Austausch stattfindet. Durch die Erneuerung des Standorts wird die Innovation künftig noch gezielter vorangetrieben.

ABB betreibt den Standort schon seit 1967. Damals hat das Unternehmen frühzeitig die Bedeutung der Elektronik erkannt, die entsprechenden Tätigkeiten fokussiert und investiert. Nachdem allein in den letzten Jahren über 150 Stellen geschaffen werden konnten, sind heute am ABB-Standort Untersiggenthal rund 1200 Mitarbeitende beschäftigt.

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