Hannover Messe 2026 Technologie für wettbewerbsfähige Zukunft

Von Deutsche Messe / Hannover Messe 5 min Lesedauer

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Die Hannover Messe 2026 hat gezeigt: Die Industrie hat die Werkzeuge für eine wettbewerbsfähige Zukunft. Künstliche Intelligenz, Robotik, Automatisierung und Digitalisierung spielen dabei eine zentrale Rolle, um Produktionsprozesse effizienter zu gestalten und die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken.

Die Hannover Messe 2026 ist Geschichte. Technologisch zeigt sie Wege für die Industrie in eine wettbewerbsfähige Zukunft mit Künstlicher Intelligenz, Automatisierung und Digitalisierung. (Bild:  Deutsche Messe AG)
Die Hannover Messe 2026 ist Geschichte. Technologisch zeigt sie Wege für die Industrie in eine wettbewerbsfähige Zukunft mit Künstlicher Intelligenz, Automatisierung und Digitalisierung.
(Bild: Deutsche Messe AG)

Die Hannover Messe 2026 ist vorbei. 110 000 Besucher aus aller Welt nahmen an der weltweit führenden Messe für die produzierende Industrie teil, meldet der Veranstalter Deutsche Messe AG in seiner Abschlussmittelung. Damit lag die Beteiligung aufgrund von Streiks im Flug- und öffentlichen Nahverkehr unter dem Vorjahresniveau (2025: 123 000 Besucher). Trotz der erschwerten Rahmenbedingungen war die Messe erneut stark international geprägt: Rund 40 Prozent der Gäste reisten aus dem Ausland an. Zu den wichtigsten Herkunftsländern zählten China, Brasilien, die USA, Japan sowie Südkorea.

«Die Hannover Messe war in diesem Jahr Technologieschau und Impulsgeber zugleich. Die Unternehmen haben gezeigt, dass Deutschland und Europa über die notwendigen Werkzeuge verfügen, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Entscheidend ist nun, diese Potenziale entschlossen zu nutzen und in die Anwendung zu bringen», sagt Jochen Köckler, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Messe AG.

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Industrielle Zukunft mit KI, Robotik und Automatisierung

Die diesjährige Messe zeigte, dass im Zentrum der industriellen Zukunft Künstliche Intelligenz, Robotik, Automatisierung und Energieinfrastruktur stehen als Schlüsseltechnologien für die Transformation der Industrie. So präsentierten Unternehmen unter anderem: KI-gestützte Produktionssysteme und -assistenten, die Prozesse automatisieren und Ausfälle vorhersagen können, humanoide Roboter, die bereits heute komplexe Bewegungsabläufe beherrschen und perspektivisch in Produktion und Service eingesetzt werden können, sowie neue Lösungen für Energieeffizienz und Netzausbau, die den Weg in eine klimaneutrale Industrie ebnen.

Auffällig war zudem die hochkarätige Präsenz aus Wirtschaft und Politik: So viele DAX-Vorstände und politische Entscheidungsträger wie selten zuvor nutzten die Messe als Plattform für Austausch und Orientierung. Neben Bundeskanzler Friedrich Merz und dem brasilianischen Präsidenten Lula da Silva waren unter anderem Roland Busch (Siemens), Christian Klein (SAP), Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche sowie Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius vertreten. Auch international war die politische Prominenz stark präsent – von der kanadischen Industrieministerin Mélanie Joly bis hin zu Stéphane Séjourné von der Europäischen Kommission.

Industrie fordert bessere Rahmenbedingungen und liefert Lösungen

Gleichzeitig machten führende Vertreter der Industrie deutlich, dass der Standort Europa unter Druck steht. Hohe Kosten, überbordende Regulierung und geopolitische Verwerfungen sorgen für wachsende Unsicherheiten und belasten die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen spürbar. Doch die Hannover Messe zeigt ebenso, dass entsprechende Lösungen vorhanden sind. Unternehmen investieren in Zukunftstechnologien, treiben Innovationen voran und erschliessen neue Märkte. Die Aussteller berichten von intensiven Gesprächen, konkreten Projekten und grossem internationalem Interesse.

«Das neue Konzept der Hannover Messe ist ein Erfolg. Insbesondere die Center Stage hat grosse Resonanz erfahren», sagt Dr. Gunther Kegel, Präsident des ZVEI (Verband der Elektro- und Digitalindustrie) und Vorsitzender des Ausstellerbeirats. «Das stärkt das Profil als Ort des hochkarätigen Austauschs, gerade mit der Politik», so Dr. Kegel weiter. «Inhaltlich sendet die Hannover Messe ein unmissverständliches Signal: Wir brauchen dringend eine schnelle Deregulierung, damit wir uns als Standort im internationalen Wettbewerb behaupten können. Gerade auch auf dem Feld der Industriellen KI. Die Unternehmen haben eindrucksvoll gezeigt, welches Potenzial in der Technologie steckt – jetzt müssen Berlin und Brüssel die Handbremse lösen.»

«Die Hannover Messe und die Unternehmen aus dem Maschinen- und Anlagenbau haben in diesem Jahr eindrucksvoll gezeigt, dass sie die Herausforderungen einer von multiplen Krisen geprägten Welt annehmen. Die Digitalisierung unserer Industrie schreitet mit hohem Tempo voran, KI und humanoide Robotik waren zu Recht die prägenden Themen dieser Messe», ergänzt VDMA-Hauptgeschäftsführer Thilo Brodtmann. «Der industrielle Mittelstand will und kann Technologien liefern, die uns auch künftig international wettbewerbsfähig halten. Dafür muss auch die Politik in Berlin und Brüssel dringend ihren Beitrag leisten: Wir brauchen die versprochenen tiefgreifenden Standortreformen – jetzt! Bundeskanzler Friedrich Merz und Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche haben hier auf der Messe entsprechende Ankündigungen gemacht, daran werden sie gemessen.»

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Partnerland Brasilien: Impulse zur richtigen Zeit

Das Partnerland Brasilien erwies sich in diesem Jahr als starke Bereicherung der Hannover Messe – und als Impulsgeber zur richtigen Zeit. Mit einem breiten Spektrum an Industrie-, Energie- und Digitalisierungsthemen präsentierte sich Brasilien als dynamischer Wachstumsmarkt und verlässlicher Partner für internationale Kooperationen. «Gerade in einer Phase globaler Umbrüche und neuer Handelsbeziehungen setzte die Partnerschaft wichtige Signale: für mehr Diversifizierung, für resilientere Lieferketten und für eine engere Zusammenarbeit zwischen Europa und Lateinamerika», so Köckler. Das in Kürze in Kraft tretende EU-Mercosur-Abkommen habe der Partnerlandbeteiligung einen deutlichen Schub verliehen und neue Impulse für wirtschaftliche Kooperationen gesetzt.

Neuerungen begeistern Aussteller und Besucher

Die Hannover Messe 2026 präsentierte sich auch mit einem weiterentwickelten Messekonzept. Der neue Hallenplan sorgte für Orientierung, die den Besuchern einen effizienteren Messebesuch ermöglichte. Grossen Zuspruch erhielten auch die neuen Networking-Formate: Insbesondere die Masterclasses entwickelten sich zu einem echten Mehrwert für die Aussteller. In kompakten, praxisnahen Sessions konnten Unternehmen ihre Expertise gezielt präsentieren und direkt mit potenziellen Kunden in den Austausch treten.

Ein absoluter Publikumsmagnet war die Center Stage, die sich als zentrale Plattform für Wissenstransfer, Diskussion und Inspiration etabliert hat. Mit einem hochkarätigen Programm über alle Messetage hinweg zog sie rund 30 000 Besucher an. Die durchgehend starke Resonanz zeigt: Der Bedarf an Orientierung, Austausch und Einordnung der grossen Transformationsthemen ist hoch.

Hannover Messe 2027 – noch effizienter und attraktiver

Für 2027 ergeben sich einige Weiterentwicklungen für die Hannover Messe. So wird die neue Messe «Europe Energy Week» parallel zur Hannover Messe ausgerichtet. In Zusammenarbeit mit dem Messeveranstalter dmg events entsteht eine Plattform, die Energieerzeuger, Industrieunternehmen, Infrastrukturbetreiber und politische Entscheider zusammenführt und den Austausch über die Energiezukunft Europas stärkt.

Eine zentrale Neuerung betrifft die Laufzeit der Messe: Von 2027 an konzentriert sich die Hannover Messe auf die besucherstärksten Tage und findet dann von Montag, 5. April, bis Donnerstag, 8. April, statt. Mit dieser Fokussierung sollen Besucherfrequenz, Entscheiderpräsenz und Geschäftsanbahnung gezielt gebündelt werden. Ziel ist es, die Messe noch effizienter und attraktiver für Aussteller und Besucher zu gestalten. Köckler: «Die Hannover Messe entwickelt sich konsequent weiter – fokussierter, effizienter und näher an der Industrie. Und thematisch wurde klar: Neben der konkreten Anwendung von KI rückt die Ära der physischen KI in den Fokus. Die Verbindung von Künstlicher Intelligenz mit realen Maschinen und Produktionssystemen wird die MESSE in den kommenden Jahren prägen – und den nächsten grossen Entwicklungsschritt der Industrie bestimmen.»

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