Smarte Messtechnik

Zukunftssichere Prüfstrategien für die Robotik

< zurück

Seite: 4/4

Anbieter zum Thema

EMV: hochfrequente Herausforderungen

Wo mehr Elektronik eingesetzt wird, steigt auch das Risiko elektromagnetischer Störungen, die bei der Konstruktion zu berücksichtigen sind. Auch die Roboter-Kommunikation per Industrial Ethernet oder Funkschnittstellen erzeugt potenzielle Störquellen, insbesondere in engen Fertigungsumgebungen. EMV-Prüfungen müssen von Herstellern und Zulieferern gleichermassen umfassend durchgeführt werden. Neben der allgemeinen Normenkonformität steht auch die Prüfung unter Betriebsbedingungen im Fokus: Wie verhält sich ein Roboterarm im realen Takt, wenn gleichzeitig eine benachbarte Anlage mit Frequenzumrichter läuft?

Viele Hersteller verlagern EMV Pre-Compliance Tests bereits in die Entwicklungsphase, um potenzielle Probleme frühzeitig zu erkennen. Dabei kommen zunehmend mobile oder teilautomatisierte EMV-Prüfplätze zur Qualifizierung von Subsystemen zum Einsatz, wodurch sich die Entwicklungszeit verkürzen lässt. Auch die Kombination mit festinstallierten Wärmebildkameras und Langzeit-Datenaufzeichnung gewinnt an Bedeutung, um Schwachstellen unter realen Bedingungen sichtbar zu machen. EMV-Messungen werden dadurch dynamischer, datenintensiver und smarter. Kompakte EMV-Testsysteme mit Automatisierungsschnittstellen lassen sich direkt in den Produktionsprozess integrieren. Zudem ermöglicht die Simulation typischer Betriebsszenarien in abgeschirmten Mini-EMV-Kammern realitätsnahe, reproduzierbare Ergebnisse.

Bildergalerie

End-of-Line: Qualitätssicherung unter Taktzeitdruck

Ob Steuergerät, Kabelbaum oder Roboter-Gelenkeinheit: Am Ende der Linie müssen alle Komponenten voll funktionsfähig und normkonform sein – bei zunehmender Variantenvielfalt, softwarebasierten Funktionen und hochintegrierter Elektronik. Moderne EoL-Prüfsysteme müssen nicht nur elektrische und funktionale Tests innerhalb weniger Sekunden abbilden, sondern auch Seriennummern erfassen, Konfigurationen automatisch erkennen, Messergebnisse dokumentieren und diese an das MES oder ERP übermitteln. Häufig erfolgt die Prüfung bereits direkt nach dem Verpressen, Verschrauben oder Kalibrieren. Höchste Genauigkeit bei minimaler Taktzeit ist dabei entscheidend.

Der Trend geht in Richtung vernetzter Prüfinseln mit KI-gestützter Fehlererkennung, Remote-Zugriff und Schnittstellen zu digitalen Zwillingen. Für QS-Verantwortliche bedeutet das: Klassische Prüfprotokolle reichen nicht mehr aus, stattdessen braucht es durchgängige Datenflüsse. Eine modulare Prüfarchitektur mit konfigurierbarer Software erlaubt es, unterschiedliche Varianten automatisch zu erkennen und entsprechend zu testen. Zusätzlich sorgt die Anbindung an zentrale Datenbanken für nahtlose Rückverfolgbarkeit und Dokumentation.

(ID:50891066)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung