Interview mit Jessica Bethune, Vice Präsident Industrie- und Prozessautomation DACH bei Schneider Electric

Das perfekte Zusammenspiel Mensch und Maschine

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Die grösste Schwachstelle ist der Mensch. Wie wird das berücksichtigt?

J. Bethune: Dafür ist kontinuierliches Lernen wichtig. Anwender müssen sich immer wieder bewusst machen, wie kreativ Hacks sein können. Wir organisieren selbst regelmässig Schulungen mit allen Mitarbeitenden und bieten das auch für unsere Kunden an. Wenn sich Kunden ein grösseres System anschaffen, ist es immer auch Teil der Beratung.

Seit Jahren verfolgt Schneider Electric eine Strategie zu mehr Nachhaltigkeit und Energieeffizienz – ein Thema, das in letzter Zeit etwas aus dem Fokus der Öffentlichkeit gerutscht ist. Inwieweit ist das Thema für Ihre Kunden trotzdem relevant?

J. Bethune: Es gibt Studien dazu: aktuell vom Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung der Hans-Böckler-Stiftung und vom WWF. Die Studien zeigen sehr klar, dass die Kosten, die auf die Wirtschaft in Zukunft zukommen werden, wenn die Themen rund um Klimaneutralität nicht angegangen werden, sehr viel höher sein werden als heute notwendige Investitionen. Die jährlichen anfallenden Kosten für Klima-Schäden allein im EU-Raum liegen bei einer Grössenordnung von etwa neun Milliarden Euro. Auch bei diesem Thema stelle ich einen Unterschied fest, zwischen der öffentlichen politischen Diskussion und dessen, was tatsächlich in der Industrie passiert. Ich bin in den letzten zwölf Monaten beispielsweise nicht auf ein einziges Unternehmen getroffen, dass sich nicht für die Klimathemen interessiert.

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Welche Rolle spielt die Digitalisierung bei der Nachhaltigkeitsthematik?

J. Bethune: In den nächsten 20 Jahren werden sehr viele Menschen in den Ruhestand gehen. Sehr viel weniger junge Menschen werden nachrücken. Ohne Digitalisierung und KI werden sie all diese Prozesse nicht leisten können. Gleichzeitig wird die Technologie den Menschen niemals ersetzen. Darauf müssen wir uns aber schon heute vorbereiten. Vielen ist die Wichtigkeit nicht bewusst. Wer nicht mit der Technologie geht, wird in naher Zukunft nicht mehr wettbewerbsfähig sein.

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