at-Technologietag Automation 2026 Zur Zukunft der industriellen Automation

Von Anne Richter 3 min Lesedauer

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Am 20. Oktober 2026 öffnet die ZHAW School of Engineering in Winterthur ihre Türen als Gastgeber für den at-Technologietag Automation, führendes Schweizer Fachevent für Entscheider und Experten aus der Industrieautomation. Fachleute aus der Branche sind eingeladen zu einem Tag voller Fachvorträge, praxisnaher Use Cases und Networking.

Der at-Technologietag Automation bündelt Know-how, Innovationen und Netzwerke, um Unternehmen auf dem Weg zur smarten, resilienten und nachhaltigen Produktion zu unterstützen.(Bild: ©  Emma/Adobe Stock)
Der at-Technologietag Automation bündelt Know-how, Innovationen und Netzwerke, um Unternehmen auf dem Weg zur smarten, resilienten und nachhaltigen Produktion zu unterstützen.
(Bild: © Emma/Adobe Stock)

Ob Digital Twins, kollaborative Robotik, Industrial IoT oder Künstliche Intelligenz – die industrielle Automation befindet sich im Wandel wie nie zuvor. Der at-Technologietag Automation wird vom Team der at-aktuelle technik der Vogel Communications Group in Zusammenarbeit mit der ZHAW School of Engineering organisiert.

Das Event bringt Technologieanbieter, Forscher und Anwender an einem Tag zusammen, um genau diese Entwicklungen greifbar zu machen. Im Zentrum stehen wegweisende Technologien und Lösungsansätze, welche die digitale Transformation der Industrie vorantreiben – von einzelnen Komponenten über smarte Automationslösungen bis hin zu übergreifenden Themen wie Cybersecurity und Digitaler Produktpass.

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Infos zum at-Technologietag

Datum:
20. Oktober 2026

Ort:

ZHAW School of
Engineering Winterthur,
Technikumstrasse 71,
8400 Winterthur


Anmeldung:

Anmeldeformular:

Eintritt: 380 CHF


Veranstalter:

Vogel-Communications Group AG

vogel-communications.ch,
at-technologietag.ch

Keynote: Kognitive Roboter zwischen Hype und Mehrwert

Ein grosses Highlight wird die Keynote von Prof. Dr. Yulia Sandamirskaya, Mitgründerin der Unternehmen Auroniq-Robotics und YuRo AG sowie Professorin für Kognitive Systeme an der ZHAW, sein. Die Physikerin verfügt über mehr als 20 Jahre Erfahrung in der Anwendung neuronaler Netze und kognitiver Systeme in der Robotik und hat unter anderem Forschungsgruppen an der UZH/ETH Zürich sowie bei Intel geleitet.

In ihrem Vortrag «Kognitive Roboter: vom Hype zum Mehrwert» ordnet sie den aktuellen Stand der Robotik-Technologie ein: Was ist reines Hype-Thema, was liefert bereits heute konkreten industriellen Nutzen? Schon in ihrem Interview mit der at-aktuelle technik hat sie konstatiert: «Grundsätzlich sollte die Frage gestellt werden: Braucht es für diese Anwendung einen humanoiden Roboter oder wäre eine einfachere Lösung besser geeignet? Wenn ein Unternehmen nur humanoide Roboter baut, damit sie Geld von den Investoren erhält, wird es falsch laufen.» In ihrem Vortrag taucht Sandamirskaya auch in die Robotik in Menschennähe ein und stellt neuste Sensor- und Wahrnehmungstechnologien vor, die es ermöglichen, visuelle Analytik in die Steuerung mobiler Manipulatoren zu integrieren, um so die Roboter sicherer, agiler, und damit kollaborationsfähig zu machen.

Special Guest: Autonome Robotik unter Wasser

Als Special Guest tritt Jonas Wüst, CEO und Mitgründer von Tethys Robotics, einem Spin-off der ETH Zürich, auf. Seit 2018 entwickelt sein Team autonome Unterwasserroboter für den Einsatz in trübem Wasser, starker Strömung und GPS-freien Umgebungen – etwa zur Inspektion kritischer Infrastruktur oder für Such-, Bergungs- und Sicherheitseinsätze.

In seinem Vortrag «Autonome Unterwasserrobotik: Von riskanten Taucheinsätzen zu skalierbaren Inspektionsprozessen» zeigt Wüst anhand eines konkreten Praxisbeispiels, wie kompakte autonome Systeme heute schon eingesetzt werden können, auch bei schlechter Sicht, starker Strömung und ohne GPS. Er zeigt Potentiale und Limite auf bei der Entwicklung hin zu autonomen Unterwassereinsätzen.

Praxisnahe Fachvorträge von Technologieanbietern

Neben den Keynotes liefern auch Aussteller vertiefte fachliche Einblicke. So zum Beispiel Patrick Dudler, Business Driver bei der Kistler Instrumente AG. Unter dem Titel «Smart Joining – Wie intelligente Fügesysteme die Montageprozesse der Zukunft ermöglichen» zeigt er, wie moderne elektromechanische Fügesysteme mit integrierter Sensorik sowie Kraft-Weg- und Beschleunigungsüberwachung eine lückenlose Prozessüberwachung ermöglichen und wie durch die digitale Vernetzung neue Möglichkeiten für die Qualitätssicherung und Datenanalyse entstehen. Ausserdem veranschaulicht er anhand praktischer Beispiele, wie kompakte, intelligente Systeme sich einfach in bestehende Anlagen integrieren lassen

Der Einsatz von KI ist nicht immer die beste Lösung. Diese These vertritt Raphael Scheibler, Head of Machine Vision bei Fabrimex Systems in seinem Vortrag: «KI bewusst einsetzen – und bewusst weglassen». Der Fokus liegt bei einem differenzierten Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Bildverarbeitung. Sein Credo: Nicht jedes Problem braucht KI, denn oft liefern klassische Algorithmen präzisere, robustere und wirtschaftlichere Lösungen.

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Weitere Referenten des Tages sind unter anderem Dr. Adam Gontarz, Bereichsleiter Digitalisierung, Innovation und Technologie bei Swissmem und Prof. Dr. Hans Wernher van de Venn, von der ZHAW School of Engineering, Institut für Mechatronische Systeme. Sie veranschaulichen, wie regulatorische Anforderungen wie der CRA und der Digitale Produktpass nicht nur ein regulatorisches Muss, sondern auch eine Chance für mehr Wettbewerbsfähigkeit für Schweizer Industrieunternehmen sein kann.

Tischausstellung und Networking

Ergänzt werden die Fachvorträge durch eine Tischausstellung im Foyer, an der sich zahlreiche Unternehmen aus der Automatisierungsbranche präsentieren. Zwischen den Vorträgen wird es Zeit für Networking und zum Besuch der Tischausstellung geben. Der at-Technologietag Automation bündelt Know-how, Innovationen und Netzwerke, um Unternehmen auf dem Weg zur smarten, resilienten und nachhaltigen Produktion zu unterstützen.

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